Das eiserne Gesetz der Einheitlichkeit auf dem Parkett
Der Einzug des Jungdamen- und Jungherrenkomitees bildet den unbestrittenen Höhepunkt jeder traditionsreichen Balleröffnung. Wer diesen magischen Moment selbst erleben möchte, muss sich jedoch an ein ungeschriebenes, oft aber auch streng im Reglement verankertes Gesetz halten. Die Kleidung der Debütanten dient nicht der individuellen Selbstdarstellung, sondern fügt sich in ein harmonisches, fast schon rituelles Gesamtbild ein. Jedes Detail, von der exakten Farbe des Kleides bis hin zur Schnittführung der Frackweste, ist präzise festgelegt, um auf dem Tanzparkett absolute Einheitlichkeit auszustrahlen.
Besonders beim Wiener Opernball Reise planen wird schnell klar, wie viel Gewicht die Komitees auf diese Ästhetik legen. Ein falscher Farbton oder ein unpassender Ausschnitt können im schlimmsten Fall zum Ausschluss vom Einzug führen. Für die jungen Damen bedeutet dies die gezielte Suche nach einem schneeweißen Traum ohne farbige Applikationen, während die Herren sich der Kunst des Fracktragens widmen müssen. Wer die Regeln kennt, spart sich kostspielige Fehlkäufe und kann die aufregende Probezeit in der Tanzschule völlig unbeschwert genießen.











