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Der Einstieg ins Breaking erfordert weder extreme Akrobatik noch jahrelanges Training. Mit den richtigen Grundlagen im Stehen und auf dem Boden legst du das Fundament für deinen eigenen Style.
Breaking ist ein urbaner Tanzstil, der in den 1970er-Jahren in den New Yorker Stadtteilen Bronx und Brooklyn als Teil der Hip-Hop-Kultur entstanden ist. Der Tanz zeichnet sich durch eine Kombination aus rhythmischen Schritten im Stehen und athletischen Bewegungen auf dem Boden aus.
Bevor du dich auf den Boden begibst, startet jeder Tanz im Stehen. Die stehenden Schritte im Breaking nennen sich Toprocks. Sie sind deine Visitenkarte auf der Tanzfläche, mit der du deinen Style und dein Rhythmusgefühl präsentierst. Der absolute Klassiker unter den Toprocks ist der sogenannte Indian Step. Bei diesem Schritt kreuzt du abwechselnd einen Fuß vor den anderen, während deine Arme sich im Takt der Musik öffnen und schließen. Es geht hierbei nicht darum, besonders komplizierte Muster zu laufen, sondern die Musik im Körper zu spüren und Präsenz zu zeigen.
Wenn du den Übergang vom Stehen zum Boden suchst, kommen die Go-downs ins Spiel. Ein Go-down ist die fließende Bewegung, die dich nach unten bringt. Für Anfänger eignet sich hierzu ein einfacher Drop auf die Knie oder ein kontrolliertes Absinken in die tiefe Hocke. Wichtig ist, dass dieser Übergang nicht wie ein Sturz wirkt, sondern wie ein bewusster, kontrollierter Teil deiner Performance. Wenn du deine ersten Schritte ausprobieren möchtest, hilft dir eine gute Vorbereitung. Wie du dich mental und praktisch auf deine allererste Einheit einstellst, erfährst du im Ratgeber über deine erste Tanzstunde.
Sobald du unten angekommen bist, beginnt das eigentliche Footwork. Das ist das Herzstück des Breaking auf dem Boden, bei dem du dich auf deinen Händen und Füßen abstützt und kreisförmige oder lineare Muster tanzt. Der wichtigste Grundstein hierfür ist der 6-Step. Wie der Name schon sagt, besteht dieser Bewegungsablauf aus sechs einzelnen Schritten, bei denen sich deine Beine um deine Hände herum bewegen, während du dich in einer tiefen Hocke befindest. Der 6-Step erfordert am Anfang etwas Geduld, da deine Handgelenke und deine Oberschenkel sich erst an die ungewohnte Belastung gewöhnen müssen.
Um die Gelenke zu schonen, solltest du dein Gewicht gleichmäßig auf die Handballen verteilen und die Finger leicht spreizen. Sobald der Bewegungsablauf im Gedächtnis verankert ist, kannst du das Tempo langsam steigern. Footwork lebt von der Kontinuität: Die Schritte sollten nahtlos ineinanderfließen, ohne dass du zwischendurch das Gleichgewicht verlierst oder abrupt stoppen musst. Setze dir für den Anfang kleine Ziele und wiederhole die Sequenz lieber langsam und sauber, als schnell und ungenau.
Wärme deine Handgelenke vor jedem Training gründlich auf. Kreise sie in beide Richtungen und dehne sie leicht, da sie beim Footwork dein gesamtes Körpergewicht tragen müssen.
Beim Breaking geht es nicht darum, sofort die schwersten Drehungen zu können, sondern die einfachen Schritte mit eigenem Charakter und im Takt der Musik zu tanzen.
Der krönende Abschluss einer jeden Tanzsequenz im Breaking ist der Freeze. Ein Freeze ist eine abrupte, für wenige Sekunden eingefrorene Pose, bei der du das Gleichgewicht in einer oft ungewöhnlichen Position hältst. Für Einsteiger ist der Baby Freeze der perfekte Einstieg. Hierbei stützt du deinen Körper auf deinen Ellenbogen ab, die du fest in deine Hüfte und deine Rippen presst, während dein Kopf und deine Hände den Boden berühren. Deine Beine werden dabei angewinkelt in die Luft gehoben.
Ein gelungener Freeze setzt einen klaren Akzent in der Musik, meistens auf den harten Hauptschlag (den "Downbeat"). Es erfordert einiges an Körperspannung und Balance, um die Position für mindestens zwei Sekunden absolut stillzuhalten. Wenn du deine Kraft und Balance gezielt trainieren willst, können dir auch Übungen aus anderen Tanzbereichen helfen. Inspirationen für eine stabile Körpermitte findest du beispielsweise im Artikel über Kizomba Gleichgewicht und Solo-Übungen. Mit der Zeit wirst du merken, wie deine Kraft im Oberkörper wächst und dir die Freezes immer leichter fallen.
Präsenz und Rhythmus im Stehen
Beim Toprock tanzt du im Stehen. Hier geht es vor allem um deinen persönlichen Style, deine Ausstrahlung und darum, wie du den Rhythmus der Musik mit deinen Schritten und Armen interpretierst.
Dynamik und Kraft auf dem Boden
Beim Footwork begibst du dich auf den Boden. Hier dominieren technische Präzision, Koordination und die Kraft in den Armen und Beinen, um flüssige Schritte um den eigenen Schwerpunkt zu tanzen.
Für den Einstieg benötigst du flache Sneaker mit einer flexiblen, aber rutschfesten Sohle. Deine Kleidung sollte bequem und weit genug sein, um dir volle Bewegungsfreiheit zu bieten, idealerweise eine robuste Trainingshose und ein bequemes T-Shirt.
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