Semba als lebendiges Fundament der angolanischen Musik
Um den Unterschied zwischen beiden Genres zu verstehen, hilft ein Blick auf die Semba-Tanzgeschichte. Semba entstand in Angola und ist ein lebendiger, extrem fröhlicher Musik- und Tanzstil. Der Name leitet sich vom Kimbundu-Wort Massemba ab, was so viel wie Schenkelklopfen oder Bauchstoß bedeutet. Semba-Musik zeichnet sich durch ein schnelles Tempo, treibende Rhythmen und den prominenten Einsatz von traditionellen Perkussionsinstrumenten, Bläsern und einer rhythmischen Gitarre aus. Die Stimmung ist ausgelassen und festlich. Wenn du lernen möchtest, dich zu diesen Rhythmen zu bewegen, hilft dir unser Ratgeber Kizomba tanzen lernen: Der Guide für den Paartanz.
Kizomba hingegen entwickelte sich erst in den späten 1980er Jahren in Luanda. Angolanische Musiker verlangsamten das Tempo des schnellen Semba und mischten es mit dem damals extrem populären karibischen Zouk. Das Ergebnis war ein völlig neuer Sound, der weicher, intimer und schwerer wirkte. Während Semba eine sprühende Energie versprüht, lädt Kizomba zum Verweilen im Moment ein.


