Zwei Welten auf demselben Parkett
Wer zum ersten Mal lateinamerikanische Musik hört, nimmt oft nur ein mitreißendes Zusammenspiel aus Trommeln, Rasseln und Bläsern wahr. Doch hinter den Kulissen verbergen sich zwei völlig unterschiedliche Welten. Der Vergleich von Rumba und Mambo offenbart, dass diese beiden Tänze trotz ihrer gemeinsamen Wurzeln eine völlig gegensätzliche Energie auf das Parkett bringen. Während die Rumba als Inbegriff der Romantik gilt und mit extrem langsamen, fließenden Bewegungen verzaubert, brennt der Mambo ein rhythmisches Feuerwerk ab, das von rasanten, geradlinigen Schritten und einer spürbaren Dynamik lebt.
Ein wesentlicher rumba mambo unterschied liegt in der Raumaufteilung und der Bewegungsrichtung. Bei der Rumba bewegen sich die Tanzenden sehr stationär. Die Schritte werden kompakt gesetzt, während der gesamte Körper die Musik in wellenartigen Hüftbewegungen, der sogenannten Cuban Motion, interpretiert. Der Mambo hingegen verlangt nach einer klaren Richtung. Die Schritte schießen geradlinig nach vorne und hinten. Es entsteht eine pulsierende Vor-und-Zurück-Bewegung, die dem Tanz seine typische, fast schon sportliche Aggressivität verleiht.
