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Standardtanz5 Minuten

Standardtänze Schritte: Die Grundlagen für das Parkett

Kurz gesagt
  • Der Langsame Walzer basiert auf einer weichen Hebe- und Senkbewegung im Dreivierteltakt.
  • Der Tango zeichnet sich durch flache, kraftvolle Schritte und abrupte Stopps ohne Höhenunterschiede aus.
  • Wiener Walzer und Quickstep setzen auf kontinuierliche Rotation beziehungsweise schnelle, spritzige Schrittfolgen.
  • Der Slowfox erfordert extrem fließende, kontrollierte Gehschritte für ein gleichmäßiges Gleiten.
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Gemeinsam das Parkett erobern

Der Weg zu einem eleganten Auftritt auf dem Parkett führt über das Verständnis der fünf Standardtänze. Erfahre, wie sich die Schritte von Walzer, Tango und Quickstep unterscheiden und wie du die typische Dynamik meisterst.

Definition
Chassé

Das Chassé ist eine dreiteilige Schrittfolge, bei der ein Fuß zur Seite gesetzt wird, der andere Fuß heranzieht und schließt, bevor der erste Fuß einen weiteren Schritt macht. Diese Figur dient in vielen Standardtänzen als verbindendes Element.

Die Faszination der Bewegung im Raum

Wer mit dem Paartanz beginnt, steht meist vor einer faszinierenden Vielfalt an Bewegungsformen. Die fünf klassischen Standardtänze zeichnen sich durch fließende Bewegungen, raumgreifende Schritte und eine elegante Dynamik aus. Doch jeder Tanz hat seine eigene Seele und Charakteristik. Während der Langsame Walzer durch seine harmonische Hebe- und Senkbewegung besticht, fordert der Tango scharf akzentuierte Aktionen ohne Höhenunterschiede. Wer die Standardtänze Schritte von Grund auf versteht, lernt nicht nur Choreografien auswendig, sondern entwickelt ein echtes Gespür für die Bewegung im Raum.

Der Einstieg gelingt am besten über das Verständnis der grundlegenden Dynamik. Im Gegensatz zu lateinamerikanischen Tänzen, die oft auf der Stelle oder in engen Kreisen getanzt werden, bewegen sich Standardpaare immer gegen den Uhrzeigersinn entlang der sogenannten Tanzrichtung durch den Saal. Ein solider Vergleich zum Lateinprogramm zeigt schnell, wie stark der Fokus im Standardbereich auf dem gemeinsamen, kontinuierlichen Raumgewinn liegt.

Präzise Fußarbeit ist das Fundament: Nur wer sauber über die Ballen und Fersen abrollt, bringt die nötige Ruhe in die Bewegung.
Präzise Fußarbeit ist das Fundament: Nur wer sauber über die Ballen und Fersen abrollt, bringt die nötige Ruhe in die Bewegung.

Die fünf Charakterköpfe im Detail

Jeder Standardtanz basiert auf einer ganz spezifischen Schrittfolge, die den Rhythmus der Musik auf den Körper überträgt. Der Grundschritt des Langsamen Walzers folgt einem klassischen Dreivierteltakt und besteht aus einem Vorwärtsschritt, einem Seitwärtsschritt und dem Schließen der Füße. Das charakteristische Heben auf den Ballen am Ende des Taktes verleiht dem Tanz seine schwebende Leichtigkeit. Ganz anders verhält es sich beim schnellen Bruder: Die Wiener Walzer Schritte basieren auf einer kontinuierlichen Drehbewegung, bei der das Paar im rasanten Tempo über die Fläche gleitet, was eine präzise Fußarbeit erfordert.

Für die dynamischen Tänze im Viervierteltakt gelten eigene Gesetze. Der Slowfox-Grundschritt gilt wegen seiner extrem fließenden, weichen Gehschritte im Slow-Quick-Quick-Rhythmus als die technische Königsdisziplin. Wer es spritziger mag, greift zur Quickstep-Schrittfolge, die mit ihren schnellen Chassés und kleinen Hopsern pure Lebensfreude versprüht. Einen bewussten Kontrast bildet der Tango: Die typischen Standard-Tango-Figuren verzichten völlig auf das Heben und Senken. Hier bewegen sich die Tanzenden in einer kompakten, lauernden Haltung mit schleifenden, kraftvollen Schritten vorwärts.

Die richtige Fußarbeit beim Standardtanzen

Richtig

  • Über die Ferse vorwärts und über den Ballen rückwärts gehen
  • Die Füße beim Schließen im Walzer sauber nebeneinanderstellen
  • Im Tango auf einer konstanten Kniehöhe bleiben
  • Den eigenen Körperschwerpunkt aktiv über den Standfuss bewegen

Falsch

  • Mit flachen Füßen oder rein auf Zehenspitzen schlurfen
  • Die Füße in der Bewegung unkontrolliert kreuzen
  • Im Tango unruhig auf und ab wippen
  • Nur die Beine bewegen, ohne den Oberkörper mitzunehmen
udansa-Tipp

Übe den grundlegenden Gehschritt der Standardtänze ruhig ab und zu alleine zu Hause entlang einer Linie auf dem Boden. Das schult dein Gleichgewicht und sorgt für ein stabiles Abrollen von der Ferse bis zum Ballen.

Erst wenn die Füße den Rhythmus ganz von alleine finden, wird der Kopf frei für die Harmonie mit dem Partner und den reinen Genuss der Musik.

Tanzlehrerin, Hamburg

Wie aus Einzelschritten fließende Figuren werden

Der Übergang vom reinen Nachtanzen einzelner Schritte zum echten Tanzen gelingt durch das Verknüpfen verschiedener Elemente. Typische Standardtanz-Figuren wie die Promenade, das Chassé oder die Rechtsdrehung kehren in abgewandelter Form in fast allen Standardtänzen wieder. Wer die grundlegende Mechanik einmal verstanden hat, kann diese Bausteine flexibel miteinander kombinieren. Wichtig ist dabei, die Schritte nicht nur mit den Füßen, sondern aus dem körpereigenen Schwerpunkt heraus einzuleiten.

Besonders für Einsteiger und Wiedereinsteiger im besten Alter ist das Erlernen dieser Abläufe eine wunderbare Möglichkeit, Koordination, Balance und geistige Fitness zu trainieren. Viele Tanzbegeisterte nutzen das Angebot für geselliges Tanzen im reifen Alter, um in entspannter Atmosphäre aktiv zu bleiben. Mit der richtigen Basis und etwas Geduld beim Üben der Schrittfolgen wird der Ausflug auf das Parkett schnell zu einem harmonischen und mühelosen Erlebnis.

Zwei Welten auf demselben Parkett

Gleiten

Schwung und Weichheit

Das fließende Prinzip der Schwungtänze

Die weichen, kontinuierlichen Hebe- und Senkbewegungen im Walzer und Slowfox erzeugen das Gefühl des Schwebens. Hier fließt jeder Schritt nahtlos in den nächsten über.

Akzentuieren

Stopps und Kontraste

Das rhythmische Prinzip des Tangos

Der Tango bricht mit dem Fluss. Kurze, präzise Schritte auf konstanter Höhe und plötzliche, messerscharfe Pausen bestimmen hier das ausdrucksstarke Bild.

Häufige Fragen

  1. Der Langsame Walzer eignet sich hervorragend für den Einstieg. Sein gleichmäßiger Dreivierteltakt und der logische Grundschritt im Quadrat erleichtern das Erlernen der grundlegenden Hebe- und Senkbewegung.

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