Der Wiener Walzer gilt als der König der Balltänze, stellt Paare jedoch oft vor eine sportliche Herausforderung. Mit rund 60 Takten pro Minute ist er extrem schnell. Wer erfolgreich den Wiener Walzer lernen möchte, sollte sich zunächst auf die Rechtsdrehung und das fließende Fortbewegen in der Tanzrichtung konzentrieren. Erst wenn diese Grundlagen blind sitzen, ist es an der Zeit, den anspruchsvollen Linkswalzer zu tanzen. Da sich bei der Linksdrehung die Achsen der Tanzenden verschieben, erfordert dieser Schritt eine präzise Führung und ein blindes Grundvertrauen zwischen den Partnern.
Ein absolutes Highlight auf Traditionsbällen, insbesondere nach Wiener Vorbild, ist die legendäre Mitternachtsquadrille. Meist wird hierzu eine detaillierte Mitternachtsquadrille Anleitung vom Zeremonienmeister live angesagt, während die Paare in langen Gassen gegenüberstehen. Die historische Basis bildet die berühmte Fledermaus Quadrille nach Johann Strauss, deren Schritte zwar schwungvoll, aber für Laien oft verwirrend sind. Wer die grundlegenden Galopp- und Promenade-Schritte vorab verinnerlicht, stolpert nicht orientierungslos durch die Gassen, sondern wird Teil eines majestätischen, kollektiven Tanzvergnügens.