Keine Institution prägte die goldene Ära der Salsa so entscheidend wie das Plattenlabel Fania Records, das 1964 vom Musiker Johnny Pacheco und dem Anwalt Jerry Masucci gegründet wurde. Fania wurde zum Motown der lateinamerikanischen Musik. Sie nahmen die talentiertesten Musiker der New Yorker Szene unter Vertrag und formten daraus ein All-Star-Ensemble, das Musikgeschichte schreiben sollte. Die Fania All Stars vereinten Genies wie den Posaunisten Willie Colón, den begnadeten Sänger Héctor Lavoe, die charismatische Queen of Salsa Celia Cruz und den intellektuellen Songwriter Rubén Blades auf einer einzigen Bühne.
Das legendäre Konzert der Fania All Stars im New Yorker Club Cheetah im Jahr 1971 gilt als die Geburtsstunde des weltweiten Salsa-Booms. Die Energie dieses Auftritts, festgehalten im Dokumentarfilm Our Latin Thing, katapultierte die Musik aus den Hinterhöfen von El Barrio auf die internationalen Bühnen. Fania füllte bald riesige Stadien von Afrika bis Lateinamerika. Mit anspruchsvollen Texten, die soziale Missstände anprangerten, bewies das Kollektiv, dass Tanzmusik tiefgründig und tanzbar zugleich sein kann. Diese Ära legte den Grundstein für die weltweite Begeisterung, die bis heute jeden Social Dance Abend auf der ganzen Welt antreibt.
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