Als der Tanz um das Jahr 2010 die europäischen Großstädte erreichte, traf er auf eine völlig andere Musiklandschaft. In den Clubs von Paris, Lissabon und London liefen moderne R&B-Tracks, Hip-Hop und elektronische Beats, die mit dem traditionellen Kizomba-Rhythmus gemischt wurden. Um auf diese synkopierten, oft sehr cleanen Beats zu tanzen, reichte der traditionelle Schrittschatz nicht mehr aus. So entstand in Frankreich ein neuer Kizomba Stile Unterschied, der schließlich den Namen Urban Kiz erhielt.
Die entwickelte eine Ästhetik, die sich stark vom Original unterscheidet. Statt kreisförmiger Bewegungen tanzt man hier auf geraden Linien (Linear-Stil). Die Haltung ist aufrechter, die Distanz zwischen den Partnern oft größer, was Raum für komplexe Beinarbeit, plötzliche Stopps (Syncopations) und Tempowechsel schafft. Urban Kiz ist hochgradig technisch, visuell spektakulär und nutzt die Dynamik moderner Popmusik voll aus. Dennoch bleibt die fundamentale Idee der feinen Führung erhalten, die auch beim Lead & Follow im Paartanz die wichtigste Rolle spielt.
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