Ein Wechselschritt füllt einen Takt
Als Grundlage dient hier die einfache mitteleuropäische Rundpolka in geschlossener Paarhaltung, wie sie im deutschen und österreichischen Volkstanz verbreitet ist. Du übst ihre Wechselschritte zunächst bodennah. Das ist eine Lernvereinfachung, keine Behauptung, dass jede überlieferte Polka gleich getanzt wird. Den größeren Zusammenhang zeigen die deutschen Volkstänze zwischen Alpen und Rhein.
Ein Zweivierteltakt hat zwei Hauptschläge. Beim Zählen „1 und 2“ liegt das „und“ genau zwischen ihnen: Schritt, Nachstellschritt, Schritt. Die ersten beiden Bewegungen dauern jeweils einen halben Schlag, die dritte einen ganzen. Nach der Zwei folgt also kein weiterer Fußwechsel auf „und“. Das freie Bein bleibt bereit für den nächsten Takt.
Beim seitlichen Üben lautet die Folge links, rechts heran, links und anschließend rechts, links heran, rechts. Jeder gesetzte Fuß übernimmt das Körpergewicht. Ein bloßes Antippen des nachgestellten Fußes unterbricht diese Folge und macht den nächsten Start unsicher.
Der federnde Charakter entsteht aus nachgiebigen Knien und Sprunggelenken, nicht aus hochgezogenen Schultern. Ein ausgeprägter Hüpfer bleibt für diese Einstiegsübung weg. Sobald ihr dreht, werden die seitlichen Wege leicht diagonal. Die Drehung verändert eure Richtung, nicht den Rhythmus. Weitere Tanzformen findest du in der Übersicht zu Volkstanz und Folklore.




