Drei Ausbildungswege setzen andere Schwerpunkte
Wenn du Tanzlehrer werden möchtest, bestimmt dein geplantes Unterrichtsfeld die Auswahl. Ein Gesellschaftstanzkurs, eine Ballettgruppe für Kinder und ein Hip-Hop-Workshop verlangen unterschiedliche Repertoires und Vermittlungsformen. Die Bezeichnung eines Abschlusses allein sagt deshalb wenig darüber aus, wie gut er zu deinen Kursen passt.
Drei häufige Wege lassen sich nach ihrem Schwerpunkt unterscheiden:
- Berufliche Tanzlehrer-Ausbildung: Sie kann tänzerische Technik, Unterrichtsmethodik und praktische Arbeit in einer Tanzschule verbinden. Welche Tänze und Zielgruppen enthalten sind, hängt vom Ausbildungssystem ab.
- Tanzpädagogisches Studium oder umfassende pädagogische Ausbildung: Hier können Bewegungslernen, künstlerische Arbeit und Vermittlung im Mittelpunkt stehen. Ein solcher Weg ist nicht automatisch auf Gesellschaftstanz ausgerichtet.
- Stilbezogene Weiterbildung: Sie vertieft einen bestimmten Tanzstil oder Unterrichtsbereich. Als Ergänzung kann sie passend sein, als alleiniger Einstieg hängt ihre Aussagekraft stark vom Umfang und der Lehrpraxis ab.
Ein Lehrgangstitel wie Trainer oder Instructor macht diese Wege nicht gleichwertig. Auch ein Diplom ist ohne Angaben zum Fachbereich schwer einzuordnen. Für die Gründung deiner Tanzschule beschreibst du deshalb zuerst das Unterrichtsfeld und ordnest ihm anschließend deinen fachlichen Lernweg zu.


