Der Spendenzweck braucht einen erkennbaren Empfänger
Bei einem angekündigten Benefizball in Augsburg erklärt das Wort „Benefiz“ zunächst die Absicht: Der Abend soll einen Zweck unterstützen. Es sagt noch nicht, wer das Geld erhält. Eine Organisation, ein konkretes Projekt und die Menschen, denen geholfen werden soll, sind unterschiedliche Ebenen. Verständlich wird die Ankündigung, wenn sie diese Ebenen miteinander verbindet.
„Für Kinder“ beschreibt beispielsweise eine Zielgruppe, aber noch keine Mittelverwendung. „Für die Ausstattung eines benannten Betreuungsprojekts“ beschreibt dagegen ein Vorhaben. Auch eine allgemeine Unterstützung der Arbeit einer Organisation kann sinnvoll sein. Sie ist nur etwas anderes als eine Zahlung, die ausschließlich für eine bestimmte Anschaffung bestimmt ist.
Ein emotional überzeugender Zweck ersetzt keine Erklärung des Geldwegs. Veranstalter und Spendenempfänger müssen nicht dieselbe Stelle sein. Deshalb ist die Aussage, wer sammelt und an wen der Betrag weitergegeben wird, besonders wichtig. Fotos von unterstützten Menschen oder ein Grußwort belegen für sich genommen keine Überweisung.
Diese Unterscheidung bewertet keinen konkreten Augsburger Ball. Sie hilft dir, eine Einladung zu verstehen, ohne aus dem festlichen Auftritt bereits auf die finanzielle Wirkung zu schließen.






