Ein Faschingsball verbindet verschiedene Arten von Tanz
Wenn du in Augsburg eine Einladung zum Faschingsball liest, bezeichnet der Name zunächst den festlichen Anlass. Er sagt noch nicht, wer wann tanzt. Auf derselben Veranstaltung können Gäste zur Musik einer Band tanzen, eine Garde ihren vorbereiteten Auftritt zeigen und später Menschen ohne feste Schrittfolge zu einem DJ feiern. Alle drei Teile enthalten Tanz, aber du nimmst jeweils eine andere Rolle ein.
Beim Publikumstanz ist die Fläche für Gäste vorgesehen. Beim Bühnenprogramm schaust du einer einstudierten Darbietung zu. Der Partyanteil kann gemeinsames Feiern, einzelne Paartänze und freie Bewegung nebeneinander zulassen. Die Ankündigung von Tanz auf der Bühne ist deshalb kein Beleg für eigene Tanzzeit.
Die Verbindung von Fest und Aufführung hat auch einen historischen Bezug zu Augsburg: Das 1886 eröffnete Kurhaus Göggingen wurde in seinen Anfangsjahren außerhalb der Theatersaison für Karnevalsbälle genutzt. Daraus lässt sich allerdings kein heutiger Ablauf ableiten. Für andere Ballanlässe bietet die Einordnung der öffentlichen Bälle in Augsburg eine ergänzende Orientierung; beim Faschingsball zählt besonders das Zusammenspiel von Auftritt und Beteiligung.





