Der Ort sagt nicht, wer mitmachen darf
Wenn du einen Anlass zum Open-Air-Tanzen in Bremen gefunden hast, sind zwei Dinge voneinander zu trennen: die Zugänglichkeit der Fläche und die Einladung zum Tanz. Menschen können auf einer öffentlich zugänglichen Wiese privat miteinander üben. Eine hörbare Musikbox oder vorbeigehende Zuschauer öffnen diesen Kreis nicht automatisch.
Die Formulierung Alle Interessierten können teilnehmen richtet sich dagegen an Menschen außerhalb eines bestehenden Bekanntenkreises. Wir treffen uns mit unseren bisherigen Kursteilnehmenden beschreibt einen begrenzten Kreis. Auch eine weitergeleitete Nachricht verliert dadurch nicht ihren privaten Charakter. Öffentlich sichtbar ist nicht dasselbe wie öffentlich eingeladen.
Anmeldung und Eintritt entscheiden diese Unterscheidung nicht allein. Ein öffentlich ausgeschriebener Anlass kann Plätze begrenzen, ein privates Treffen kostenlos sein. Ebenso verrät das Wort offen ohne Zusammenhang wenig: Es kann die Teilnahme meinen, aber auch nur den Verzicht auf ein festes Programm. Wie wichtig solche Formatangaben sind, zeigt auch die Einordnung einer Swing-Party passend zum eigenen Tanz.
Das ist eine praktische Einordnung für deine Teilnahme, keine rechtliche Bewertung von Genehmigungen oder Veranstalterpflichten. Eine Einladung erlaubt außerdem nicht automatisch das Filmen oder Veröffentlichen der anderen Tanzenden.






