„Bremer Schritte“ verband zwei künstlerische Beiträge
2016 brachte das steptext dance project in Koproduktion mit dem Theater Bremen „Zwei Giraffen tanzen Tango, Bremer Schritte“ heraus. Die Produktion rekonstruierte Teile von Gerhard Bohners „Zwei Giraffen tanzen Tango“ und verband sie mit einer neuen Choreografie von Helge Letonja. Für die Einordnung sind dabei zwei Wörter entscheidend: Teile und neu. Sie machen deutlich, dass nicht einfach das gesamte frühere Stück nochmals auf die Bühne gestellt wurde.
Die rekonstruierten Teile bezogen sich auf eine vorhandene choreografische Arbeit. Letonjas Choreografie brachte dagegen einen eigenen Beitrag hinzu. Beides gehörte zur Koproduktion, hatte aber unterschiedliche Ausgangspunkte. Die künstlerische Verbindung bestand somit nicht nur darin, ältere Bewegungen erneut ausführbar zu machen. Neues Material trat zu ihnen in Beziehung.
Für dich in Bremen ist das ein konkretes Beispiel dafür, wie Tanzgeschichte Gegenstand einer späteren Produktion werden kann. Eine Zusammenarbeit zwischen freier Kompanie und Theater ermöglichte hier die Verbindung von historischem Bezug und neuer Arbeit. Die institutionelle Umgebung der freien Tanzarbeit erläutert die Seite zur Schwankhalle als Produktionsort für Tanz. Für „Bremer Schritte“ bleibt der Fokus jedoch auf dem Verhältnis der beiden choreografischen Beiträge.



