Eine Familiengeste braucht keine feste Paarordnung
Der Elterntanz beim schulischen Abiball lässt sich als Gelegenheit verstehen, mit einem vertrauten Menschen einen Teil des Abends zu teilen. Er ist kein Nachweis dafür, dass deine Familie einer bestimmten Vorstellung entspricht. Hier geht es auch nicht um den Elterntanz eines Tanzschulabschlussballs mit dessen eigenem Rahmen.
Eine Ansage wie „Jetzt tanzen alle Töchter mit ihren Vätern“ verteilt Rollen, bevor jemand zugestimmt hat. Sie lässt außerdem diejenigen außen vor, deren Eltern fehlen, getrennt leben oder kein gutes Verhältnis zu ihnen haben. Auch eine liebevolle Familienbeziehung verpflichtet niemanden, sie tanzend zu zeigen.
Die Einladung sollte deshalb die Beziehung offenlassen, statt Verwandtschaft und Geschlecht festzulegen. Du kannst mit deinem Vater, deiner Tante, deinem Bruder oder einer Freundin tanzen. Zwei Frauen oder zwei Männer sind dabei genauso selbstverständlich wie jedes andere Paar. Wer führt, ergibt sich aus eurer Absprache, nicht aus einer Familienrolle.
Die gewählte Bezugsperson muss dabei nicht deine Begleitung für den gesamten Abend sein. Diese Unterscheidung erklärt auch der Ratgeber zu Begleitung und Tanzpartner beim Abiball.



