Zwei Welten mit scheinbar gleichen Bewegungen
Wer zum ersten Mal ein Rad schlägt oder einen Handstand macht, denkt meist sofort an das klassische Gerätturnen in der Turnhalle. Doch im Tanzsaal gelten ganz andere Regeln für dieselben physikalischen Bewegungen. Der grundlegende Unterschied zwischen Akrobatik und Turnen liegt in der übergeordneten Absicht. Während das Bodenturnen als olympische Disziplin auf maximale Präzision, Kraft und die exakte Einhaltung eines festen Regelwerks abzielt, nutzt Acro Dance die Akrobatik als erweitertes Ausdrucksmittel. Die Bewegung existiert hier nicht um ihrer selbst willen, sondern dient dazu, eine Emotion oder eine Geschichte innerhalb einer Choreografie zu transportieren.
Ein markantes Merkmal für das Bodenturnen im Tanz ist die Anpassung an den Untergrund und die Ästhetik. Turner arbeiten auf gefederten Böden oder dicken Matten, die extreme Sprunghöhen und harte Landungen dämpfen. Im Tanzstudio bewegen sich Aktive dagegen meist auf flachem Holzboden oder Tanzteppich. Das erfordert eine völlig andere Landetechnik, bei der die Energie nicht abrupt abgefangen, sondern fließend in die nächste Tanzbewegung abgeleitet wird. Wenn du dich für die Grundlagen dieser tänzerischen Bewegungskunst interessierst, bietet der Leitfaden für Acro Dance lernen: Der Leitfaden für Bodenelemente im Tanz einen idealen Einstieg.


