Der Klangwechsel zeigt, wo dein Puls noch wackelt
In der Folge steigt nicht das Tempo, sondern die Zahl der Aufgaben. Zuerst suchst du eine Trefffläche, dann wiederholst du sie regelmäßig, zuletzt veränderst du sie unter Zeitdruck. Deshalb kann der vierte Schritt unruhig werden, obwohl beide Klangarten einzeln gelingen. Bereite die nächste Handform während des Öffnens vor, nicht erst unmittelbar vor dem Kontakt.
Ein typischer Fehler ist ein größerer Ausholweg für den klaren Klang. Die Hände müssen dann weiter reisen, und du beschleunigst kurz vor dem Schlag. Halte beide Varianten ungefähr auf derselben Höhe vor dem Oberkörper. Die Ellbogen bleiben locker, die Schultern unten. Der hellere Klang entsteht durch den Kontakt, nicht durch ein Hochziehen der Arme.
Die Vierergruppen sind hier reine Übungsportionen, kein vollständiger Flamenco-Compás. Erst beim Übertragen auf einen Palo kommen dessen rhythmische Zusammenhänge hinzu, beispielsweise bei einer Marcaje für Flamenco Tangos. Für diese Palmas-Folge bleiben die Füße zunächst ruhig. Wenn du später Fußklänge ergänzen möchtest, hilft dir die Unterscheidung von Planta und Tacón als Fußkontakten, beide Aufgaben bewusst auseinanderzuhalten.

