Kleine Schritte halten das Paar zusammen
Jive gehört im Gesellschaftstanz zu den lateinamerikanischen Tänzen. Seine schwungvolle Wirkung kann täuschen: Für Anfänger sind präzise Gewichtswechsel wichtiger als auffällige Kicks. Der Jive-Grundschritt verbindet einen Rückplatz mit zwei Wechselschritten, häufig als Chassés bezeichnet. Im Kurs hörst du dafür oft die Zählweise 1, 2, 3-a-4, 5-a-6. Die drei Schritte jedes Chassés verteilen sich auf zwei Taktschläge; sie sind nicht gleich lang.
Entscheidend ist, dass dein Körper mitkommt. Ein weiter Schritt nach hinten zieht euch auseinander, und breite Chassés machen den Rückweg mühsam. Kompakt bedeutet: Jeder Fuß übernimmt Gewicht, ohne dass du große Strecken zurücklegst. Die Knie bleiben beweglich; eine sichtbare Hüftaktion entsteht aus der Bewegung und wird nicht als zusätzliches Wackeln aufgesetzt.
Darauf bauen einfache Jive-Figuren auf, etwa der Wechsel aus geschlossener in offene Position und zurück. Die führende Person gibt Richtung und Raum frei, die folgende Person behält ihre eigenen Schritte. Eine Grundbewegung zwischen zwei Platzwechseln ist kein Lückenfüller: Sie gibt euch Zeit, Abstand und Rhythmus wieder abzustimmen. Die Einordnung zu den übrigen Tänzen findest du bei den lateinamerikanischen Tänzen im Gesellschaftstanz.



