Eine kleine Repertoirelücke ist ein begrenzter Lernauftrag
Eine Repertoirelücke bedeutet hier: Du kannst einen großen Teil der regelmäßig getanzten Choreografien mittanzen, aber einzelne Stücke fehlen dir. Vielleicht warst du bei deren Einführung nicht dabei. Vielleicht kennst du einen Tanz nur halb und verlierst nach einer Richtungsänderung den Anschluss. Dafür kann Line Dance Privatunterricht passend sein, weil die Erklärung nicht auf das Lerntempo einer ganzen Gruppe verteilt werden muss.
Der Vorteil entsteht durch einen klar begrenzten Gegenstand. Bei zwei fehlenden Tänzen kann die Lehrkraft deine vorhandenen Kenntnisse nutzen und nur die unbekannten Verbindungen ausführlicher erklären. Fehlt dir dagegen regelmäßig die Grundlage für Gewichtswechsel und Schrittabschlüsse, ist die Aufgabe größer als das Nachholen einzelner Choreografien. Dann braucht der Unterricht zunächst grundlegende Bewegungsarbeit, etwa wie beim Grapevine mit sicherem Abschluss.
Einzelunterricht ist deshalb nicht automatisch die schnellere Lösung für jedes Problem. Er ist besonders nützlich, wenn die Lehrkraft an wenigen beobachtbaren Stellen arbeiten kann. Das Ergänzen dieser Tänze sagt zugleich noch nichts darüber aus, ob ein Einstieg in einen laufenden Kurs insgesamt passt.




