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Bauchtanz Technik4 Minuten

Bauchtanz Bauchroll lernen: Wellenbewegung für die Mitte

Von Mary De LucaStand

Kurz gesagt
  • Der Bauchtanz Bauchroll entsteht ausschließlich durch das nacheinander folgende Anspannen und Entspannen der oberen und unteren Bauchmuskeln.
  • Die Hüfte und das Becken bleiben während der gesamten Bewegung vollkommen ruhig und unbeteiligt.
  • Eine aufrechte und stabile Grundhaltung ist die zwingende Voraussetzung für die saubere Isolation der Muskelpartien.
  • Regelmäßiges, langsames Training im Stehen oder Liegen schult die notwendige Nerv-Muskel-Verbindung für die Welle.

Der Bauchroll ist der Inbegriff von Eleganz und Körperbeherrschung. Mit der richtigen Technik steuerst du deine Muskeln so präzise an, dass eine faszinierende, fließende Welle in deiner Körpermitte entsteht.

Was du für das Training brauchst

  • Ein großer Spiegel zur visuellen Kontrolle der Isolation
  • Bequeme Kleidung, die die Bewegung des Bauches sichtbar macht
  • Ein ruhiger Trainingsort ohne Ablenkung
  • Geduld für das Trainieren neuer Nervenbahnen

Die Kunst der absoluten Isolation im orientalischen Tanz

Die Faszination des orientalischen Tanzes liegt in der vollkommenen Kontrolle über den eigenen Körper. Während andere Tanzstile auf große Sprünge oder raumgreifende Schritte setzen, fasziniert der Bauchtanz durch mikroskopisch feine Bewegungen im Zentrum. Um diese Perfektion zu erreichen, ist ein gezieltes Training unerlässlich. Wenn du deine Technik nach einer längeren Pause auffrischen möchtest, hilft dir unser Ratgeber zum Thema Bauchtanz Wiedereinstieg nach Pause, um wieder verletzungsfrei und mit System in den Fluss zu kommen.

Die Bauchwelle, im Fachjargon oft als Bauchroll bezeichnet, ist die Königsdisziplin dieser feinen Muskelarbeit. Der größte Fehler bei den ersten Versuchen besteht darin, die Hüfte oder das Becken zur Hilfe zu nehmen. Eine echte Welle entsteht jedoch ausschließlich durch die präzise, nacheinander folgende Ansteuerung der oberen und unteren Bauchmuskeln. Das Becken bleibt dabei vollkommen unbewegt und stabil. Diese extreme Isolation erfordert ein hohes Maß an Konzentration, schult aber wie kaum eine andere Bewegung das eigene Körpergefühl und die Tiefenmuskulatur.

In 5 Schritten zur perfekten Bauchwelle

  1. Die stabile Grundhaltung einnehmen

    Nimm einen hüftbreiten Stand ein, beuge die Knie leicht und richte dein Becken gerade auf. Lege deine Hände auf die Hüftknochen, um zu kontrollieren, dass diese sich während der gesamten Übung nicht bewegen.

  2. Die oberen Bauchmuskeln isolieren

    Ziehe den Bereich direkt unter deinen Rippen nach innen, während der Unterbauch entspannt bleibt. Du spürst die Kontraktion im oberen Bereich deines Bauches, während dein Becken stabil bleibt.

  3. Die unteren Bauchmuskeln ansteuern

    Lass den oberen Bauch wieder locker und ziehe stattdessen den Bereich unterhalb des Bauchnabels nach innen. Das Becken darf dabei nicht nach hinten kippen.

  4. Die Muskeln nacheinander verbinden

    Spanne zuerst den oberen Bauch an, nimm den unteren Bauch hinzu, entspanne dann den oberen Bauch und lass zuletzt den unteren Bauch los. Wiederhole diesen Ablauf ganz langsam.

  5. Die fließende Welle entstehen lassen

    Verbinde die vier Phasen zu einer fließenden Bewegung, indem du die Übergänge ohne Pause ineinandergleiten lässt. Die Welle wandert nun sichtbar von oben nach unten.

Fehler vermeiden beim Bauchroll

Richtig

  • Das Becken während der gesamten Bewegung komplett ruhig halten
  • Die Atmung fließen lassen und niemals die Luft anhalten
  • Die Muskelgruppen nacheinander isoliert anspannen

Falsch

  • Mit dem Becken vor- und zurückwippen, um Schwung zu holen
  • Aus Frust über fehlende Koordination die Luft anhalten
  • Den gesamten Bauch auf einmal krampfhaft anspannen

Deine Checkliste für das Bauchroll-Training

Vor dem Training

Vorbereitung

Beim Üben

Währenddessen

Nach dem Training

Danach

Häufige Fragen

  1. Es dauert meist mehrere Wochen bis Monate, um die Bewegung fließend zu beherrschen. Die größte Hürde ist das Aufbauen der Nervenverbindung zu den einzelnen Muskelpartien, was tägliche, kurze Übungseinheiten erfordert.

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