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Beckentechnik6 Minuten

Den Twerk Booty Pop mit kleiner Beckenkippung lernen

Von Mary De LucaStand

Kurz gesagt
  • Beim Booty Pop kippst du dein Becken leicht nach vorn und führst es zur Ausgangsstellung zurück.
  • Du hältst die Knie weich und den Brustkorb möglichst ruhig, statt dich stark zurückzubeugen.
  • Du übst zunächst ohne Musik und setzt erst danach einzelne kontrollierte Akzente auf einen gleichmäßigen Beat.
  • Die Bewegung bleibt klein und schmerzfrei; bei Druck im unteren Rücken unterbrichst du die Übung.

Im Video sieht ein Pop oft größer aus, als er sich beim Üben anfühlt. Wenn du den sichtbaren Effekt erzwingst, übernimmt leicht der Rücken, bevor du die eigentliche Bewegung unterscheiden kannst.

Das brauchst du für den ersten Versuch

  • Rutschfester Boden und Platz für einen stabilen Stand
  • Bequeme Kleidung mit Bewegungsfreiheit an der Hüfte
  • Flache Schuhe mit sicherem Halt
  • Schmerzfreie, kleine Bewegungen von Hüfte und Rücken
  • Ein paar Minuten zum lockeren Gehen und Mobilisieren

Das Becken kippt, der Oberkörper bleibt organisiert

Stell dir dein Becken als Schale vor: Beim Vorwärtskippen senkt sich der vordere Rand leicht, während der hintere Rand steigt. Der Po wirkt dadurch etwas angehoben. Beim Zurückführen kehrt die Schale in ihre Ausgangslage zurück. Für diese erste Übung endet die Bewegung dort, ohne zusätzlich weit nach hinten zu kippen. Vorwärtskippen bedeutet hier eine Änderung der Beckenneigung, keinen Schub der gesamten Hüfte nach vorn.

Becken und unterer Rücken bewegen sich nicht völlig unabhängig voneinander. Eine kleine Veränderung der Lendenkurve ist deshalb nicht automatisch falsch. Problematisch wird das Nachahmen, wenn du die Brust hochschiebst, die Rippen nach vorn öffnest und den Kopf zurücknimmst, um einen größeren Effekt zu erzeugen. Dann ist kaum noch erkennbar, was dein Becken tatsächlich tut. Lass den Nacken lang und den Bauch so aktiv, dass du weiter ruhig atmen kannst.

Der sichtbare Pop entsteht aus einem kurzen, klar begrenzten Bewegungsimpuls. Kniegetriebene Shakes sind eine andere Aufgabe; die Grundlagen der verschiedenen Twerk-Bewegungen helfen bei der Einordnung. Dass eine kleine Isolation trotzdem anstrengend sein kann, passt zum Unterschied zwischen Koordination und körperlicher Belastung beim Tanzen: Größere Bewegungen sind nicht automatisch bessere Übungen.

Eine seitliche Aufnahme macht kleine Veränderungen sichtbar, die du im frontalen Spiegel leicht übersiehst.
Eine seitliche Aufnahme macht kleine Veränderungen sichtbar, die du im frontalen Spiegel leicht übersiehst.

Den Booty Pop in sieben Schritten aufbauen

  1. Einen ruhigen Ausgangsstand einnehmen

    Stell die Füße etwas weiter als hüftbreit auf, beuge die Knie locker und neige den Oberkörper leicht aus den Hüftgelenken vor. Beide Fußsohlen bleiben belastet; du kannst die Haltung ohne Wackeln und ohne angehaltenen Atem halten.

  2. Die Ausgangslage mit den Händen markieren

    Lege die Fingerspitzen locker an die vorderen Beckenknochen. Merke dir deren Lage und den Abstand zwischen Brustkorb und Becken, ohne dich künstlich geradezuziehen. Diese Position ist dein Rückkehrpunkt, nicht eine maximal angespannt gehaltene Haltung.

  3. Den vorderen Beckenrand leicht senken

    Kippe das Becken so wenig nach vorn, dass deine Fingerspitzen eine kleine Neigungsänderung spüren. Die Knie behalten ungefähr ihre Beugung. Halte kurz inne: Wenn stattdessen vor allem Brust oder Schultern steigen, verkleinere den Versuch.

  4. Zum markierten Ausgangspunkt zurückkehren

    Führe das Becken langsam in die gemerkte Lage zurück. Vermeide ein kräftiges Einrollen oder Zusammenkneifen des Pos als Gegenbewegung. Die Fingerspitzen landen wieder am Ausgangspunkt, während dein Gewicht gleichmäßig auf beiden Füßen bleibt.

  5. Kippen und Rückkehr langsam verbinden

    Verbinde beide Bewegungen zu wenigen ruhigen Wiederholungen und zähle laut „kippen, zurück“. Das laute Sprechen hilft gegen Luftanhalten. Du bist bereit für den Akzent, wenn jede Rückkehr klar endet und dein Oberkörper nicht zunehmend mitwippt.

  6. Einen kleinen Pop deutlich absetzen

    Gib dem Vorwärtskippen jetzt einen kurzen, etwas entschiedeneren Impuls und führe danach ruhig zurück. Vergrößere dafür nicht den Bewegungsweg. Der Unterschied zur langsamen Wiederholung liegt im klaren Beginn, nicht in einer stärkeren Rückbeuge.

  7. Den Akzent an einen Beat hängen

    Nimm Musik mit gut hörbarem, gleichmäßigem Puls. Setze einen Pop auf „eins“, kehre auf „zwei“ zurück und lass „drei, vier“ frei. Gelingt dieselbe kleine Bewegung mehrfach, beende die Runde, statt direkt schneller zu werden.

So bleibt der Akzent beim Becken

So ja

  • Bei wandernden Rippen den Bewegungsweg verkleinern
  • Die Ausgangslage nach jedem Pop wiederfinden
  • Mit hörbarem Ausatmen weiterüben
  • Beim ersten Druckgefühl die Runde beenden

So nicht

  • Für einen größeren Effekt die Brust nach oben werfen
  • Von Wiederholung zu Wiederholung tiefer ins Hohlkreuz gehen
  • Für einen kräftigen Pop die Luft anhalten
  • Druck im Rücken durch weitere Pops wegtrainieren

Deine kurze Übungsrunde abhaken

Vor dem ersten Versuch

Start

Nach der langsamen Runde

Kontrolle

Nach der Musikrunde

Abschluss

Häufige Fragen

  1. Ein kleiner sichtbarer Effekt ist am Anfang normal und kein Grund, stärker ins Hohlkreuz zu gehen. Körperform, Kleidung und Blickwinkel beeinflussen, was du siehst. Entscheidend ist zunächst, dass du Kippen und Rückkehr unterscheiden kannst. Eine seitliche Aufnahme zeigt die Beckenneigung oft deutlicher als ein frontaler Spiegel.

Den Pop gemeinsam kontrollieren

Auf udansa findest du Menschen zum gemeinsamen Üben. Mit einer Übungsperson kannst du abwechselnd tanzen und beobachten, ob Brustkorb und Becken ihre Aufgaben behalten.

Den Pop gemeinsam kontrollieren