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Trainingssicherheit6 Minuten

Pole Dance Spotting: Sicherung mit der Lehrkraft absprechen

Von Mary De LucaStand

Kurz gesagt
  • Beim Pole Dance Spotting legt deine Lehrkraft für die konkrete Figur fest, welche Unterstützung erforderlich ist.
  • Vor dem Start vereinbart ihr ein hörbares Abbruchsignal und einen zur Figur passenden kontrollierten Ausstieg.
  • Eine geeignete Crashmatte und freier Fallraum ergänzen die Sicherung, ersetzen aber keine unmittelbare Betreuung.
  • Ohne bereite Lehrkraft, bei Schmerzen oder nachlassender Kontrolle lässt du den Versuch aus.

Wenn du an der Stange unsicher wirst, bleibt wenig Zeit für lange Erklärungen. Eine kurze, eindeutige Absprache vorher entlastet dich genau in dem Moment, in dem du dich auf deine Bewegung konzentrieren musst.

Das brauchst du vor der Absprache

  • Eine für die Figur qualifizierte, unmittelbar betreuende Lehrkraft
  • Eine im Unterricht freigegebene Figur oder Vorstufe
  • Eine für die Übung geeignete Pole und Crashmatte
  • Freier Übungsbereich ohne Taschen oder andere Personen
  • Ausreichend Aufmerksamkeit und Belastbarkeit für den Versuch

Sicherung gehört zu einem konkreten Bewegungsplan

Spotting bezeichnet hier die unmittelbar begleitende Hilfestellung bei einer Stangenfigur. Welche Unterstützung nötig ist, hängt vom Bewegungsweg, deiner Kontrolle und dem möglichen Kontrollverlust ab. Deshalb reicht die Zusage „Ich stehe daneben“ nicht. Deine Lehrkraft muss wissen, welche Variante du beginnst, an welcher Stelle Unterstützung vorgesehen ist und wie der Versuch endet. Eine betreute Vorstufe ist sinnvoller als eine vollständige Figur, deren Ausstieg du noch nicht beherrschst.

Besprecht außerdem, ob und wo Körperkontakt vorgesehen ist. Du darfst Berührungen ablehnen; dann braucht ihr eine andere Übungsform oder lasst die Figur aus. Dieses Einverständnis ist keine Anleitung zum Greifen oder Auffangen. Manuelle Sicherungstechniken gehören in die praktische Ausbildung, nicht in einen Selbstversuch nach Text.

Die Crashmatte dämpft einen möglichen Aufprall, verhindert aber weder einen Sturz noch jede Verletzung. Ihre Ausführung und Lage müssen zur Übung und zu den Herstellerangaben passen. Ein leerer Bodenstreifen neben der Matte ist kein ausreichender Fallraum, wenn Körper oder Beine darüber hinausreichen könnten. Verändert sich der geplante Bewegungsweg, passt die bisherige Sicherung möglicherweise nicht mehr.

Unsicherer Halt ist ebenfalls kein Problem, das Spotting einfach ausgleicht. Die Ursachen für Rutschen an der Pole behandelst du getrennt und bodennah, bevor du einen erhöhten Versuch beginnst.

Auch außerhalb der Matte braucht dein Körper Platz, weil eine Bewegung seitlich über ihre Kante hinausreichen kann.
Auch außerhalb der Matte braucht dein Körper Platz, weil eine Bewegung seitlich über ihre Kante hinausreichen kann.

In sieben Schritten den Versuch vorbereiten

  1. Figur und Endpunkt benennen

    Sag konkret, welche Variante du üben willst und wo sie enden soll: etwa bei einer festgelegten Vorstufe statt in einer ganzen Kombination. Beschreibe auch die Stelle, an der du bisher unsicher wirst, damit deine Lehrkraft nicht mit einem anderen Ablauf rechnet.

  2. Unterstützung und Kontakt vereinbaren

    Deine Lehrkraft legt die erforderliche Sicherung und ihre Position für diesen Versuch fest. Vereinbart vorgesehene Berührungen und deine Zustimmung dazu; ist eine sichere Unterstützung für diese Variante nicht möglich, wechselt ihr zu einer geeigneten Vorstufe.

  3. Abbruchsignal und Ausstieg festlegen

    Wählt ein kurzes Wort wie „Stopp“ und legt fest, wie ihr darauf reagiert. Lass dir den vorgesehenen Ausstieg praktisch vermitteln und übe ihn zunächst in einer geeigneten bodennahen Vorstufe; ein Abbruchsignal bedeutet niemals, plötzlich loszulassen.

  4. Matte mit der Lehrkraft ausrichten

    Richtet eine für die Figur geeignete Pole Dance Crashmatte nach Herstellerangaben aus, einschließlich ihrer vorgesehenen Verschlüsse. Deine Lehrkraft beurteilt, ob sie den möglichen Landebereich abdeckt und den Einstieg sowie die Sicherungsposition nicht behindert; improvisierte Kissen sind kein Ersatz.

  5. Fallraum und Zugangsweg freimachen

    Entferne Flaschen, Taschen und lose Gegenstände aus dem gesamten Bewegungs- und möglichen Fallbereich. Auch andere Trainierende bleiben außerhalb; deine Lehrkraft braucht einen ungehinderten Zugangsweg und darf nicht zwischen benachbarten Versuchen gleichzeitig sichern müssen.

  6. Bereitschaft bestätigen und beginnen

    Warte auf die ausdrückliche Startfreigabe deiner Lehrkraft und bestätige deine eigene Bereitschaft. Beginne ausschließlich die vereinbarte Variante, ohne zusätzliche Drehung oder Übergang; Schmerzen, Schwindel, abrutschender Kontakt oder nachlassende Kontrolle lösen den abgesprochenen Abbruch aus.

  7. Den Versuch beenden und neu entscheiden

    Beende die Übung über den vermittelten Ausstieg und bleib nach einem unsicheren Versuch zunächst am Boden. Benenne, was anders lief als geplant; deine Lehrkraft entscheidet über Anpassung oder Pause, und du lässt eine Wiederholung aus, wenn du dich nicht bereit fühlst.

Diese Unterschiede machen die Absprache eindeutig

So ja

  • Den Endpunkt vor dem Einstieg ausdrücklich festlegen
  • Vorgesehenen Körperkontakt vorher erlauben oder ablehnen
  • Auf die Startfreigabe der zuständigen Lehrkraft warten
  • Für eine neue Variante einen neuen Sicherungsplan nutzen

So nicht

  • Während der Figur spontan einen Übergang anhängen
  • Unangekündigte Berührungen als selbstverständlich hinnehmen
  • Schon beginnen, während die Lehrkraft jemand anderen betreut
  • Die Absprache auf eine andere Figur ungeprüft übertragen

Deine Checkliste rund um den Versuch

Vor dem Einstieg

Vorbereitung

Beim Start

Freigabe

Nach dem Ausstieg

Auswertung

Häufige Fragen

  1. Nicht allein deshalb, weil sie die Figur selbst beherrscht. Eine Figur auszuführen und den Kontrollverlust einer anderen Person sicher zu begleiten sind unterschiedliche Aufgaben. Überlass die Sicherungsorganisation deiner qualifizierten Lehrkraft; eine ungeschulte Person neben dir ist kein Ersatz für die erforderliche Betreuung, auch wenn sie kräftig ist.

Neue Figuren mit Betreuung üben

Auf udansa kannst du nach angeleitetem Tanztraining für deine nächsten Lernschritte suchen. Für Stangenfiguren gehört eine Lehrkraft dazu, die den konkreten Versuch betreut und mit dir einen kontrollierten Ausstieg vorbereitet.

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