Wie die Samba das europäische Parkett eroberte
Die Samba, wie wir sie heute aus dem Welttanzprogramm und von nationalen wie internationalen Tanzturnieren kennen, hat einen weiten Weg hinter sich. Ursprünglich aus Brasilien stammend, wurde der Tanz für das europäische Parkett grundlegend transformiert und akademisiert. Heute ist die Samba standardtanz-technisch fest im System der lateinamerikanischen Tänze verankert. Sie unterscheidet sich drastisch von den solistischen Bewegungen des Karnevals in Rio oder den traditionellen brasilianischen Social Dances.
Im Turniersport und im klassischen Gesellschaftstanz vs. Social Dance-Vergleich wird schnell deutlich, dass der Samba Gesellschaftstanz strengen Regeln folgt. Paare bewegen sich im Kreis gegen den Uhrzeigersinn entlang der Tanzrichtung um die Fläche. Die Dynamik ist geprägt von raumgreifenden Schritten und einer anspruchsvollen Rhythmik, die den gesamten Körper fordert. Während die Straßen-Samba von Spontaneität lebt, verlangt die europäische Turnier-Samba exakte Linien, kontrollierte Gewichtsverlagerungen und eine perfekte Abstimmung zwischen den Partnern.



