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Paartechnik5 Minuten

Im Foxtrott Rechtsdrehung und Schrittwege abstimmen

Von Bernhard De LucaStand

Kurz gesagt
  • Du drehst den Foxtrott nach rechts, indem du die bekannte Grundfolge mit kleinen Drehanteilen tanzt.
  • Die Reihenfolge langsam, langsam, schnell, schnell bleibt auch bei der einfachen Rechtsdrehung unverändert.
  • Auf dem Außenweg brauchst du etwas mehr Strecke, auf dem Innenweg entsprechend kleinere Schritte.
  • Die Richtung ändert sich während der Schritte, nicht durch ein Verdrehen auf feststehenden Füßen.

Eine Drehung fühlt sich schnell enger an als dieselben Schritte geradeaus. Sobald eure Wege unterschiedlich lang werden dürfen, verliert der Richtungswechsel seinen Zwang: Ihr müsst euch nicht gegenseitig um einen Punkt herumziehen.

Das brauchst du für die Übung

  • Die bekannte Grundfolge in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung
  • Eine bequeme geschlossene Tanzhaltung
  • Ebener, trockener Boden mit freier Fläche um euch
  • Schuhe mit kontrolliert gleitender, nicht haftender Sohle
  • Musik mit gut hörbarem, ruhigem Viervierteltakt

Eine Rechtsdrehung braucht zwei verschiedene Wege

Die Übung nutzt die einfache gesellschaftliche Grundfolge, die du bereits kennst. Sie ist keine festgelegte Turnierfigur und verlangt keinen bestimmten Drehwinkel. Falls du die Ausgangsfolge noch nicht sicher abrufen kannst, liefert dir der Einstieg ins gemeinsame Foxtrott-Tanzen die Grundlage. Hier veränderst du nur die Richtung der bekannten Schritte.

Stell dir euren Weg als breiten, flachen Bogen vor. Die vorwärts tanzende Person legt beim Umlenken meist den längeren Außenweg zurück, die rückwärts tanzende Person den kürzeren Innenweg. Wechselt ihr die Bewegungsrichtung, wechseln in dieser Übung auch diese Aufgaben. Gleichzeitig auftreten heißt deshalb nicht, gleich weit zu gehen. Ein kleiner Rückwärtsschritt kann zeitlich genau zu einem längeren Vorwärtsschritt passen.

Rechts bedeutet eine Drehung im Uhrzeigersinn, von oben betrachtet. Für den Anfang reicht eine kaum sichtbare Richtungsänderung je Grundfolge. Eure Brustkörbe bleiben zueinander orientiert; niemand läuft unabhängig um den anderen herum. Seitwärts heißt weiterhin seitwärts zur eigenen Körperausrichtung, nicht zu einer festen Wand im Raum. Die Abgrenzung zu anderen Tänzen erklärt der Überblick zu Foxtrott, Slowfox und Quickstep: Diese Übung ersetzt keine ihrer festgelegten Drehfiguren.

Ein ruhiges Musiktempo gibt euch Zeit, die unterschiedlichen Weglängen wahrzunehmen, bevor ihr größere Bögen versucht.
Ein ruhiges Musiktempo gibt euch Zeit, die unterschiedlichen Weglängen wahrzunehmen, bevor ihr größere Bögen versucht.

Die Rechtsdrehung in kleinen Bögen üben

  1. Startposition und Rollen festlegen

    Beginnt in geschlossener Haltung: führend mit Gewicht rechts, folgend mit Gewicht links. Für diese Übung startet die führende Person vorwärts; beide haben den anderen Fuß frei und stehen ohne Zug in den Armen.

  2. Den ersten langsamen Schritt setzen

    Gehe führend links vorwärts, folgend rechts rückwärts, zunächst fast gerade. Zählt für diesen langsamen Schritt zwei Taktschläge und lasst die Knie beweglich; am Ende steht ihr beide über dem neuen Standbein.

  3. Mit dem zweiten Schritt rechts umlenken

    Gehe führend rechts vorwärts auf einem flachen Rechtsbogen; folgend geht links rückwärts etwas kürzer. Nutzt wieder zwei Taktschläge und nehmt nur wenig Drehung mit, sodass eure Oberkörper weiterhin angenehm zueinander ausgerichtet bleiben.

  4. Seitwärts gehen und schließen

    Setze führend links seitwärts, folgend rechts seitwärts, jeweils relativ zur neuen Körperrichtung. Schließe führend rechts und folgend links mit Gewichtsübernahme, je einen Taktschlag; vergrößere die Drehung dabei nicht absichtlich, damit ihr ohne Kreuzen zusammenbleibt.

  5. Rückwärts mit kleinem Bogen weitergehen

    Gehe führend links und dann rechts rückwärts, folgend rechts und dann links vorwärts, jeweils langsam. Setzt den Rechtsbogen nur leicht fort: Nun bleibt die führende Person auf dem kürzeren Innenweg, während die folgende außen etwas mehr Strecke nimmt.

  6. Den zweiten Seit-Schluss abschließen

    Gehe führend links seitwärts und schließe rechts; folgend geht rechts seitwärts und schließt links, jeweils schnell. Die Füße stehen anschließend nebeneinander, und eure neue Blickrichtung ergibt sich aus dem Bogen, nicht aus einem nachträglichen Drehen der Schultern.

  7. Mit Musik dosiert wiederholen

    Wiederholt die beiden Grundfolgen zur Musik, ohne einen Zielwinkel erzwingen zu wollen. Wird ein Schritt hektisch oder zieht die Haltung auseinander, verkleinert im nächsten Durchgang den Drehanteil; gelungen ist der Versuch, wenn die Zählzeiten trotz neuer Richtung gleichmäßig bleiben.

So bleiben eure Wege zusammen

So ja

  • Den Seitwärtsschritt an der neuen Körperrichtung ausrichten
  • Auf dem Innenweg bewusst weniger Strecke nehmen
  • Den Drehanteil bei engem Raum verkleinern
  • Die Richtung mit dem Schritt verändern

So nicht

  • Den Seitwärtsschritt stur zur ursprünglichen Wand setzen
  • Innen dieselbe Schrittlänge wie außen erzwingen
  • Bei engem Raum schneller herumdrehen
  • Auf feststehenden Füßen Knie und Oberkörper verdrehen

Dein kurzer Übungscheck

Vor dem ersten Durchgang

Start

Nach dem Durchgang ohne Musik

Kontrolle

Nach der Wiederholung mit Musik

Abschluss

Häufige Fragen

  1. Nein, für diese Einstiegsübung brauchst du keinen festen Drehwinkel. Ein kleiner Bogen lässt dich die unterschiedlichen Wege besser spüren als eine erzwungene Vierteldrehung. Vergrößere den Richtungswechsel erst, wenn du die langsamen Schritte nicht beschleunigst und beim Seit-Schluss nicht seitlich aus der Haltung gerätst.

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