Finde deinen Tanzpartner für den Walzer
Auf udansa findest du Tanzbegeisterte in deiner Umgebung, die mit dir den Takt halten, sowie die passenden Standard-Tanzkurse für jedes Niveau.
Von Mary De LucaStand
Auf udansa findest du Tanzbegeisterte in deiner Umgebung, die mit dir den Takt halten, sowie die passenden Standard-Tanzkurse für jedes Niveau.
Obwohl beide Tänze im klassischen Dreivierteltakt stehen, trennen sie Welten. Wer den Rhythmus nicht nur hören, sondern auch im Körper spüren will, muss die feinen Unterschiede in Tempo und Dynamik verstehen.
Der Dreivierteltakt ist eine musikalische Taktart, bei der jeder Takt aus drei Viertelnoten besteht. Beim Tanzen wird dieser Takt als eine Einheit aus drei Schritten interpretiert, wobei die Betonung meist auf dem ersten Schlag liegt.
Der Dreivierteltakt ist die gemeinsame Basis beider Walzerformen, doch ihre Wirkung auf dem Parkett könnte kaum unterschiedlicher sein. Beim Langsamen Walzer, der im englischen Sprachraum auch als Boston oder Waltz bezeichnet wird, steht das fließende, fast schwebende Gleiten im Vordergrund. Die Musik lässt den Tanzenden viel Zeit, um die Bewegung voll auszukosten. Jeder Schritt wird bewusst gesetzt, die Höhen und Tiefen der Bewegung werden extrem betont.
Ganz anders präsentiert sich der Wiener Walzer. Hier dominiert der Rausch der Geschwindigkeit. Die Paare drehen sich in einem atemberaubenden Tempo über die Fläche, was eine völlig andere körperliche Dynamik verlangt. Wer die Wiener Walzer Rechtsdrehung ohne Balanceverlust meistern möchte, muss lernen, die Fliehkräfte durch eine präzise Orientierung im Raum und eine extrem kompakte Haltung zu kontrollieren. Der Rhythmus treibt das Paar voran, während beim langsamen Pendant das bewusste Verzögern die Kunst ausmacht.

Der entscheidende Faktor für das völlig unterschiedliche Tanzgefühl ist das Tempo, gemessen in Beats per Minute (bpm). Beim Langsamen Walzer bewegt sich die Musik in einem sehr entspannten Rahmen von etwa 28 bis 30 bpm. Das bedeutet, dass pro Minute nur rund 90 Schläge ertönen. Für das Tanzpaar bedeutet dieses Timing des Langsamen Walzers, dass es jeden einzelnen Schritt extrem kontrolliert ausführen muss. Jeder Fehler in der Balance wird durch das langsame Tempo sofort sichtbar.
Der Wiener Walzer hingegen läuft mit einer Geschwindigkeit von 58 bis 60 bpm, was satten 180 Schlägen pro Minute entspricht. Bei diesem rasanten Takt des Wiener Walzers mit seinen hohen bpm-Zahlen bleibt keine Zeit für langes Zögern oder ausladende Hebe- und Senkbewegungen. Die Schritte müssen deutlich kleiner und flacher gehalten werden, um mit der Musik Schritt halten zu können. Während man beim Langsamen Walzer die Bewegung zelebriert, geht es beim Wiener Walzer um pure Effizienz und das rhythmische Verschmelzen mit dem rasanten Beat.
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Wer den Unterschied zwischen den beiden Walzerformen wirklich im Körper spüren will, muss lernen, die Zeit zwischen den Schlägen beim langsamen Tanz auszudehnen und beim schnellen Tanz zu bändigen.
Obwohl beide Tänze auf derselben mathematischen Taktstruktur basieren, unterscheidet sich die Betonung der einzelnen Schläge fundamental. Beim Langsamen Walzer nutzen erfahrene Tänzer das Prinzip des "Sway" und des "Rise and Fall". Die Eins ist der kraftvolle, tiefe Schritt, auf der Zwei beginnt der Aufstieg, der auf der Drei seinen höchsten Punkt erreicht, bevor es auf der nächsten Eins wieder weich nach unten geht. Jede Zählzeit hat ihr eigenes, unverwechselbares Gesicht.
Beim Wiener Walzer ist diese vertikale Bewegung extrem reduziert. Durch das hohe Tempo würde ein starkes Heben und Senken zu viel Zeit kosten und das Paar aus dem Rhythmus bringen. Stattdessen wird die Energie in die kontinuierliche Rotation umgesetzt. Die Eins wird als Hauptbetonung tief und treibend getanzt, während die Zwei und Drei flacher und rein für die Drehbewegung genutzt werden. Wer auf Tanzveranstaltungen oder Bällen den Moderne Popsongs als Standardtanz-Trend ausprobieren möchte, merkt schnell, wie wichtig diese Anpassung der Bewegung an das jeweilige Tempo ist.
Langsamer Walzer: Die Kunst der Verzögerung
Hier dominiert die Entschleunigung. Mit nur rund 30 Takten pro Minute bleibt viel Raum, um die Balance zu halten und das Heben und Senken in den Knien und Fußgelenken extrem weich und musikalisch auszutanzen.
Wiener Walzer: Der Rausch der Geschwindigkeit
Hier regiert die Dynamik. Bei 60 Takten pro Minute erzeugt die Fliehkraft der schnellen Drehungen einen regelrechten Rausch. Die Schritte müssen flach und präzise gesetzt werden, um die Balance nicht zu verlieren.
Der Wiener Walzer ist mit etwa 60 Takten pro Minute (180 bpm) exakt doppelt so schnell wie der Langsame Walzer, der mit etwa 30 Takten pro Minute (90 bpm) gespielt wird. Dieser Tempounterschied verändert die gesamte Dynamik des Tanzes.
Ja, beide Tänze basieren auf einem klassischen Dreivierteltakt. Der dreivierteltakt tanzen unterschied liegt jedoch in der Verteilung der Bewegung auf die drei Schläge und der extrem unterschiedlichen Geschwindigkeit.
Beim Langsamen Walzer liegt die Betonung auf der tiefen Eins, gefolgt von einem kontinuierlichen Aufstieg auf der Zwei und Drei. Beim Wiener Walzer wird die Eins extrem kraftvoll betont, um den Schwung für die schnelle Drehung auf Zwei und Drei zu nutzen.