Wenige Figuren ergeben ein brauchbares Repertoire
Im Langsamen Walzer sind Figuren Bausteine mit einem bestimmten Anfang und Ende. Du kannst sie deshalb nicht beliebig aneinanderhängen: Am Ende muss der Fuß frei sein, den die nächste Figur braucht. Außerdem muss eure Ausrichtung zu deren Beginn passen. Diese Anschlussbedingungen erklären, warum eine kurze Verbindung oft hilfreicher ist als viele einzeln gelernte Figuren.
Zum überschaubaren Repertoire gehören Rechtsdrehung, Linksdrehung und geschlossene Wechsel. Die Rechtsdrehung heißt auch Natural Turn, die Linksdrehung Reverse Turn. Beide bestehen in ihrer Grundform aus sechs Schritten über zwei Takte. Eine ganze Figur bedeutet dabei nicht automatisch eine volle Drehung um 360 Grad.
Ein geschlossener Wechsel dauert dagegen einen Takt. Er ermöglicht den Übergang von einem Startfuß zum anderen, ohne selbst eine große Drehfigur zu sein. Den Grundschritt und die einzelne Linksdrehung solltest du dafür bereits kennen; ihre Schrittanleitungen werden hier nicht wiederholt.
Später kommen beispielsweise Wischer und Chassé hinzu. Sie erweitern die Anschlussmöglichkeiten, sind aber keine Voraussetzung für die unten beschriebene Verbindung. Dass im Fernsehen größere Figuren zu sehen sind, macht diese Basis nicht weniger brauchbar: Der Blick auf Rhythmus und Haltung bei Tanzshow-Tänzen hilft, Showwirkung und tänzerische Grundlage auseinanderzuhalten.


