Ein Hold hält das Gewicht, nicht den Musikpuls
Im Pure Balboa Basic bleibt ihr in geschlossener Position. Die Schritte passen unter euren Körper, statt euch quer durch den Raum zu tragen. Dabei bedeutet ein Schritt immer einen Gewichtswechsel auf den anderen Fuß. Ein bloßes Berühren des Bodens zählt nicht dazu. Diese Unterscheidung macht die beiden Holds verständlich: Beim Down-Hold kommt die Belastung vor der gehaltenen Zählzeit, beim Up-Hold danach.
Der Name Up-Hold verlangt keinen Sprung. Der freie Fuß kann dicht über dem Boden bleiben, während dein Standbein dich trägt. Auch beim Down-Hold sinkst du nicht demonstrativ in die Knie. Du behältst eine weiche, bewegliche Haltung und den Puls der Musik bei. Acht Zählzeiten entsprechen hier zwei Takten im Vierertakt, nicht acht gleichartigen Schritten.
Die enge Verbindung überträgt kleine Veränderungen deines Körpers. Du stehst trotzdem selbstständig und lehnst dein Gewicht nicht auf dein Gegenüber. Die elastische Verbindung im Lindy Hop gehört zu einer anderen Paartechnik und ersetzt diese Haltung nicht. Für den Einstieg sind Unterrichtseinheiten mit langsam aufgebauter Fußarbeit sinnvoll, auch bei der Wahl von Swing-Workshops für Anfänger. Drehende Bal-Swing-Figuren wie der Come Around bleiben bei dieser Übung außen vor.


