Vom Harlem-Tänzer zur professionellen Bühnenarbeit
Frankie Manning wuchs in Harlem auf und entwickelte sich in der afroamerikanischen Tanzszene der 1930er-Jahre zu einem prägenden Lindy-Hop-Tänzer. Das Savoy Ballroom gehörte zu den Orten, an denen er tanzte und sich mit anderen maß. Seine Leistung entstand innerhalb einer Gemeinschaft: Partnerinnen, konkurrierende Paare und die Musik beeinflussten, welche Ideen funktionierten.
Ein häufig genannter Meilenstein ist der Wettbewerb von 1935, bei dem Manning mit Frieda Washington einen Air Step zeigte. Dieser wird in der Lindy-Hop-Geschichte vielfach als erster Air Step des Tanzes bezeichnet. Gemeint ist eine akrobatische Partnerbewegung, bei der eine Person den Boden verlässt. Die Zuschreibung gehört zu dieser konkreten Tanzgeschichte, nicht zu einer Behauptung über die Erfindung sämtlicher Akrobatik.
Bei Whitey's Lindy Hoppers, der von Herbert „Whitey“ White organisierten Gruppe, verband Manning Tanz mit choreografischer Arbeit. Tourneen und Filmauftritte machten das Ensemble über Harlem hinaus bekannt. In Hellzapoppin' von 1941 siehst du das Zusammenspiel von Tempo, Gruppenordnung und spektakulärer Bewegung. Solche Auftritte waren ausgearbeitete Showarbeit. Sie bilden weder die gesamte damalige Tanzpraxis ab noch sind ihre akrobatischen Passagen gewöhnlicher Unterrichtsstoff für Anfänger.


