Ein großer Tanzsaal mit zwei Bandbühnen
Das Savoy Ballroom eröffnete am 12. März 1926 an der Lenox Avenue zwischen der 140. und 141. Straße in Harlem. Der Saal lag im Obergeschoss des Gebäudes und bot eine große, zusammenhängende Tanzfläche. Damit war er kein kleiner Kellerclub und kein Theater mit fest zugewiesenen Zuschauerplätzen: Der Abend war um das Tanzen organisiert.
Besonders bekannt wurde die Anordnung mit zwei Bandbühnen. Während ein Orchester spielte, konnte sich das andere vorbereiten. Wechsel zwischen den Bands hielten die Musik über längere Strecken in Gang. Für die Gäste bedeutete das, dass sie nicht nach jedem musikalischen Abschnitt auf einen vollständigen Bühnenumbau warten mussten.
Chick Webb und sein Orchester wurden eng mit dem Savoy verbunden. Bandwettstreite, die sogenannten Battles of the Bands, machten den Saal außerdem zum Schauplatz musikalischer Konkurrenz. Berühmt wurde die Begegnung von Webbs Orchester mit Benny Goodmans Band 1937. Solche Abende verbanden Zuhören, Publikumsreaktionen und Tanzen. Anders als bei einer reinen Konzertveranstaltung antwortete das Publikum auch körperlich auf die Musik: durch Schritte, Rhythmus und die Bewegung auf dem Parkett.




