Ein gewähltes Paar bleibt spontan
Strictly Swing bezeichnet im West Coast Swing ein Wettbewerbsformat mit selbst gewählter Paarung. Ihr meldet euch gemeinsam an und tanzt zu Musik, die der Wettbewerb vorgibt. Anders als beim Jack and Jill wird euch der Partner nicht zugelost. Anders als bei einer choreografierten Darbietung bringt ihr keine feste Routine zu eurem eigenen Song mit.
Das bedeutet nicht, dass jede Bewegung neu erfunden werden muss. Bekannte Figuren, vertraute Übergänge und geübte Reaktionen gehören zu eurem Repertoire. Improvisation entsteht durch die Entscheidung, welche Bewegung jetzt zur Musik und zum Partner passt. Eine Kombination kann dabei kürzer werden, eine Drehung entfallen oder eine ruhige Passage mehr Raum bekommen.
Die führende Rolle bietet Bewegungswege und Übergänge an. Die folgende Rolle gestaltet Rhythmus und Ausdruck mit, ohne die gemeinsame Verständlichkeit zu verlieren. Beide hören denselben Song, können darin aber unterschiedliche Details wahrnehmen. Gerade diese Abstimmung macht das Format interessant: Ihr kennt einander, doch der Verlauf bleibt offen.
Beim Training hilft es deshalb, bekannte Bausteine zu wechselnder Musik einzusetzen. Ein Übungsrhythmus zwischen zwei Kursstunden schafft dafür wiederkehrende Gelegenheiten, ohne eine Wettbewerbsroutine festzuschreiben.


