Ein Filmname benennt noch keine Bewegungsfolge
Bollywood bezeichnet die Hindi-Filmindustrie und im Kurskontext meist einen davon geprägten Filmtanz. Die Tanznummern können unterschiedliche Bewegungssprachen verbinden. Deshalb bezeichnet Bollywood keine überall identische Grundtechnik und auch kein festes Repertoire, das jeder Kurs in derselben Reihenfolge vermittelt.
Für deinen Filmwunsch sind drei Ebenen wichtig: Musik, Bewegungsvorlage und Unterrichtsumfang sind getrennte Angaben. Ein Kurs zu einem bekannten Filmsong kann die Originalnummer nachtanzen, eine vereinfachte Fassung anbieten oder eine neue Kombination unterrichten. Auch ein genanntes Filmvorbild kann nur Stimmung, Gesten oder Inszenierung meinen.
Ein fiktives Beschreibungsbeispiel zeigt den Unterschied: „Choreografie zum Refrain eines benannten Filmsongs, nach der Filmfassung, ohne Formationswechsel“ legt Vorlage und Umfang fest. „Bollywood zu beliebten Filmhits“ lässt beides offen. Das zweite Angebot ist nicht schlechter, verspricht aber keine bestimmte Szene.
Dass ein Tanz im Kino auftaucht, erklärt außerdem nicht allein seine Herkunft oder Unterrichtsform. Ein anderes Beispiel dafür liefert die Entstehung und filmische Gestaltung von Sirtaki. Für Bollywood gilt entsprechend: Filmbezug und klar benannter Tanzinhalt sind zwei verschiedene Informationen.



