Das Chassé verrät seine Funktion erst im Rhythmus
Ein Chassé ist eine Folge aus Schritt, Schließen und Schritt. Im seitlichen Cha-Cha-Chassé bewegt sich ein Fuß zur Seite, der andere schließt heran, anschließend setzt der erste Fuß erneut seitwärts. Die Schritte sind nicht drei gleich lange Bewegungen: Im üblichen Cha-Cha-Timing liegen sie auf vier und eins. Die ersten beiden Schritte beanspruchen jeweils einen halben Schlag, der letzte einen ganzen.
Damit siehst du auch, warum ein schneller Fuß allein wenig verrät. Ein unbelastetes Antippen kann wie ein zusätzlicher Schritt aussehen, obwohl der Körper auf dem bisherigen Standbein bleibt. Schau deshalb auf das Zusammenspiel von Fußkontakt und Körperverlagerung. Der Oberkörper muss dabei nicht deutlich seitwärts schwanken; aus einer Fernsehaufnahme lässt sich Belastung oft nur näherungsweise erkennen.
In einer Show können Drehungen, Posen oder Soloabschnitte das Muster unterbrechen. Auch veränderte Schrittformen können dasselbe Timing tragen. Das seitliche Chassé ist deshalb ein gut lesbarer Einstieg, keine Pflichtfigur in jeder Sekunde. Die Orientierung zu Tänzen aus Tanzshows hilft dir, Inszenierung und Tanzmerkmale auseinanderzuhalten. Wenn du die Bewegung anschließend selbst üben möchtest, findest du die Grundlagen bei Cha-Cha-Cha und den weiteren Lateintänzen.


