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Filmtänze5 Minuten

Dola Re Dola Tanz lernen: Eine kurze Devdas-Passage

Von Bernhard De LucaStand

Kurz gesagt
  • Eine vereinfachte Dola-Re-Dola-Passage lässt sich zu zweit mit Seitwärtsschritten, Fußakzenten und gemeinsamen Armwegen üben.
  • Die Lernfolge umfasst vier Achtergruppen und enthält einen Platzwechsel auf getrennten Wegen.
  • Du übst zuerst langsam ohne Musik und verbindest die Folge anschließend mit dem Refrain.
  • Diese Übungsfassung ersetzt weder die originale Devdas-Choreografie noch Unterricht in klassischer indischer Tanztechnik.

Im Film wirken zwei Tänzerinnen wie ein gemeinsamer Bewegungsbogen, obwohl jede ihren eigenen Raum nutzt. Beim Nachmachen wird genau das knifflig: Deine Arme brauchen Zeit, während deine Füße schon den nächsten Akzent setzen.

Das braucht ihr für die gemeinsame Probe

  • Zwei Tanzende mit frei beweglichen Armen
  • Ebener, freier Boden mit Platz für zwei getrennte Laufwege
  • Bequeme Trainingskleidung und flache, flexible Schuhe
  • Aufnahme von Dola Re Dola aus Devdas
  • Zwei flache Bodenmarkierungen außerhalb der Schrittwege

Die Lernfassung übernimmt das Zusammenspiel des Duetts

In Devdas tanzen Madhuri Dixit und Aishwarya Rai zu Dola Re Dola. Für diese Übung übernehmt ihr das Prinzip einer gemeinsamen Refrainpassage: nebeneinander beginnen, Armwege gleichzeitig beenden und die räumliche Anordnung wechseln. Die folgenden 32 Zählzeiten sind eine bewusst vereinfachte Übungsfolge, keine originalgetreue Abschrift der Filmschritte. Sie passen als kurzer Baustein zum Lied, bilden aber nicht jede musikalische Verzierung ab.

Ein Fußakzent bedeutet hier einen leichten Tippkontakt ohne Gewichtswechsel. Dein Standbein trägt dich weiter, das freie Bein berührt kurz den Boden. Daraus entsteht eine sichtbare Betonung, ohne dass du stampfen oder springen musst. Die Knie bleiben locker, die Schultern sinken, und die Hände bleiben entspannt. Den Handformen schreiben wir keine klassische Bedeutung zu.

Beide tanzen zunächst dieselbe Richtung, nicht spiegelverkehrt. Das erleichtert den gemeinsamen Rhythmus. Beim Platzwechsel bekommt jede Person einen eigenen Bogen. Die Trennung von Füßen und Armen als Lernmethode findest du auch bei Fußimpulsen und Armkoordination beim Shaku Shaku. Wie kurze Filmbausteine statt einer ganzen Nummer geübt werden, zeigt außerdem die Lernfassung des Grease Hand Jive.

Bodenmarkierungen machen sichtbar, ob eure Wege nach mehreren Durchläufen unbemerkt länger oder enger werden.
Bodenmarkierungen machen sichtbar, ob eure Wege nach mehreren Durchläufen unbemerkt länger oder enger werden.

Die Refrainfassung in sechs Schritten üben

  1. Startplätze und Einsatz festlegen

    Stellt euch nebeneinander, A links und B rechts, mit Blick nach vorn und Abstand für offene Arme. Markiert beide Startplätze, wärmt Füße und Schultern auf und zählt im Refrain acht gleichmäßige Schläge vor eurem gemeinsamen Einsatz.

  2. Die erste Achtergruppe seitwärts setzen

    Tanzt auf 1 rechts seitwärts, auf 2 links daneben tippen, auf 3 links seitwärts, auf 4 rechts tippen. Wiederholt das auf 5 bis 8; jeder Seitwärtsschritt trägt Gewicht, jeder Tipp bleibt leicht, die Hände liegen zunächst locker nahe der Taille.

  3. Die zweite Achtergruppe mit Armen füllen

    Wiederholt die Fußfolge. Führt beide Arme auf 1 und 2 von der Körpermitte seitlich bis Schulterhöhe, auf 3 und 4 zurück zur Mitte; wiederholt auf 5 bis 8, mit weichen Ellenbogen und ohne die Schultern hochzuziehen.

  4. Auf getrennten Bögen die Plätze tauschen

    Geht auf 1 bis 4 vier kleine Schritte, links beginnend, zum anderen Startplatz: A im vorderen Bogen, B im hinteren, ohne Kreuzung. Richtet euch auf 5 wieder nach vorn, marschiert links, rechts, links auf 5 bis 7 und tippt rechts auf 8.

  5. Die vierte Achtergruppe gemeinsam schließen

    Tanzt wieder die Seit-Tipp-Folge rechts, links, rechts, links. Öffnet die Arme auf 1 und 2, sammelt sie auf 3 und 4; öffnet erneut auf 5 und 6, senkt sie auf 7 und 8 und beendet den letzten rechten Tipp mit ruhigem Blick nach vorn.

  6. Alle vier Achtergruppen zur Musik verbinden

    Tanzt die 32 Zählzeiten zunächst langsam mit gesprochenem Takt, dann zum Refrain. Gebt nur vor Beginn ein Einsatzsignal; stockt die Folge, beendet den Durchlauf und beginnt neu, statt mit schnellen Zusatzschritten aufzuholen.

So bleiben Akzente und Wege kontrollierbar

So ja

  • Den Boden beim Tippkontakt nur leicht berühren
  • Armwege unterhalb einer schmerzfreien Grenze halten
  • Den Kopf zum Ziel drehen, ohne den Nacken zu werfen
  • Bei einem Fehler am Ende der Passage neu ansetzen

So nicht

  • Für einen sichtbaren Akzent mit der Ferse stampfen
  • Die Arme trotz Ziehen möglichst hoch schleudern
  • Den Kopf ruckartig in die neue Richtung werfen
  • Mit hektischen Zusatzschritten den Takt einholen

Eure Probe nach Zeitpunkten abhaken

Vor dem ersten Durchlauf

Vorbereitung

Nach der langsamen Probe

Abgleich

Nach dem Musikdurchlauf

Auswertung

Häufige Fragen

  1. Für diese vereinfachte Übungsfolge brauchst du keine Vorkenntnisse in klassischem indischem Tanz. Die Handpositionen sind bewusst neutral gehalten. Präzise klassische Fußarbeit, Ausdruck und bedeutungstragende Handgesten gehören in fachkundigen Unterricht und werden hier nicht durch ein paar nachgeahmte Filmposen ersetzt.

Das Duett braucht ein Gegenüber

Auf udansa findest du Tanzpartner, mit denen du kurze Filmchoreografien proben kannst. Beschreibe, dass du diese vereinfachte Dola-Re-Dola-Passage langsam und ohne klassische Vorkenntnisse üben möchtest.

Das Duett braucht ein Gegenüber