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Tango-Grundlagen4 Minuten

Tango Argentino Schritte: Vom Gehen zu den ersten Figuren

Kurz gesagt
  • Der Tango Argentino basiert auf dem bewussten, eleganten Gehen im Raum, bei dem jeder Schritt einen präzisen Gewichtstransfer erfordert.
  • Der klassische Grundschritt besteht aus acht Schritten, dient in der Praxis jedoch als flexibler Baukasten für freie Kombinationen.
  • Grundfiguren wie Ochos und Giros bringen durch sanfte Drehungen und kreisende Bewegungen Dynamik und Vielfalt in den Tanz.
  • Eine saubere Beinarbeit und das Gleiten der Füße über das Parkett sind entscheidend für die Stabilität und Ästhetik der Bewegungen.
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Der Tango Argentino fasziniert durch seine fließende Eleganz, die ganz ohne starre Schrittmuster auskommt. Hier erfährst du, wie aus einfachem Gehen und klassischen Grundelementen ein faszinierender Dialog ohne Worte entsteht.

Definition
Ochos

Ochos sind eine der bekanntesten Grundfiguren im Tango Argentino, bei der die Füße durch eine Drehung der Hüfte eine Achter-Schleife auf dem Boden beschreiben. Sie werden meist von der folgenden Person ausgeführt und können vorwärts oder rückwärts getanzt werden.

Die Magie des Gehens als Fundament des Tangos

Der Einstieg in den Tango Argentino unterscheidet sich grundlegend von anderen Paartänzen. Es gibt keine starren Schrittfolgen, die du auswendig lernen musst, um eine gute Figur zu machen. Stattdessen basiert das gesamte System auf dem natürlichen Gehen im Raum. Beim Gehen im Tango Argentino bewegen sich beide Partner synchron, wobei die Schritte präzise unter den eigenen Schwerpunkt gesetzt werden. Dieses bewusste Gehen, auch Caminata genannt, ist das eigentliche Fundament des Tanzes.

Wer den Tango Argentino lernen möchte, stellt schnell fest, dass jeder Schritt ein bewusster Transfer des Körpergewichts ist. Erst wenn ein Fuß stabil steht, folgt die nächste Bewegung. Diese scheinbare Einfachheit erfordert Konzentration, schenkt dem Tanz aber seine charakteristische Eleganz und Ruhe. Der Oberkörper bleibt dabei ruhig und aufrecht, während die Beine unter der Hüfte die Arbeit verrichten.

Der Grundschritt als flexibler Baukasten im Raum

Obwohl der Tango ein reiner Improvisationstanz ist, hilft ein strukturierter Ablauf beim Lernen im Kurs. Der klassische Tango Argentino Grundschritt, auch bekannt als die „Basico“ oder Acht-Schritt-Grundform, dient als hervorragendes Werkzeug, um die Orientierung im Raum zu trainieren. Er führt das Paar in einer geschlossenen Form durch verschiedene Richtungen: einen Schritt zurück, zur Seite, mehrere Schritte vorwärts, ein Kreuzen der Beine und den abschließenden Schritt in die Grundposition.

Wichtig ist zu verstehen, dass diese acht Schritte in der Praxis selten am Stück getanzt werden. Sie sind vielmehr ein Baukasten. Erfahrene Tänzer brechen das Muster jederzeit auf, um sich an den Platz auf der Tanzfläche anzupassen. Die präzise Tango Argentino Beinarbeit sorgt dafür, dass die Füße flach über den Boden gleiten und der Kontakt zum Parkett nie verloren geht.

Die richtige Technik beim Gehen und Drehen

Richtig

  • Die Füße flach über das Parkett gleiten lassen
  • Jeden Schritt mit vollem Gewichtstransfer tanzen
  • Den Oberkörper ruhig und aufrecht halten
  • Die Schritte flexibel an den Platz anpassen

Falsch

  • Die Füße beim Gehen hoch vom Boden abheben
  • Schritte unvollständig oder gehetzt abbrechen
  • Den Oberkörper bei jedem Schritt mitwippen lassen
  • Starr an der gelernten Acht-Schritt-Folge festhalten
udansa-Tipp

Übe das Gehen und den Gewichtstransfer ruhig ab und zu alleine zu Hause entlang einer Linie auf dem Boden, um deine eigene Balance und Achse zu stärken.

Im Tango ist das Gehen bereits der halbe Tanz. Wer aufrecht, balanciert und im Einklang mit dem Partner gehen kann, tanzt bereits mit tiefer Eleganz.

Tango-Lehrer, Berlin

Ochos und Giros bringen Dynamik ins Spiel

Sobald das Gehen und der Grundschritt sicher sitzen, bringen die ersten echten Tango-Argentino-Figuren Dynamik und Drehung in den Tanz. Zu den bekanntesten Elementen gehören die Ochos im Tango Argentino, bei denen die Füße der Folgenden eine optische Acht auf den Boden zeichnen. Diese fließende Bewegung entsteht durch eine sanfte Dissoziation, also eine Verdrehung von Oberkörper und Becken, die vom Führenden sanft eingeleitet wird.

Ein weiteres Schlüsselelement für Drehungen ist der Giro im Tango Argentino. Bei diesem Kreistanz umkreist ein Partner den anderen in einer präzisen Schrittfolge aus Seitwärtsschritt, Vorwärtsschritt und Rückwärtsschritt. Diese Drehungen verlangen eine gute Balance und Achsenspannung von beiden Partnern, eröffnen aber unendliche Möglichkeiten, um auf die Musik zu reagieren und den Tanz lebendig zu gestalten.

Zwei Wege der Bewegung im Raum

Spur

Gehen in der Spur

Das klassische Gehen Brust an Brust

Beim Gehen in der Spur bewegen sich die Partner direkt voreinander. Die Füße des Führenden und der Folgenden stehen sich auf parallelen Linien gegenüber, was eine sehr direkte und stabile Verbindung ermöglicht.

Versatz

Gehen im Außenversatz

Die Basis für elegante Drehungen

Beim versetzten Gehen verschiebt sich die Achse leicht. Das Paar bewegt sich so, dass die Beine aneinander vorbeigleiten können, was den Weg für komplexe Drehungen und Kreuzschritte freimacht.

Häufige Fragen

  1. Der Einstieg gelingt am besten über das bewusste Gehen im Paar. Konzentriere dich zuerst auf die Gewichtsübertragung und das gemeinsame Gehen im Takt, bevor du komplexe Schrittfolgen auswendig lernst.

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