Die Formation zeigt, welche Rolle Erwachsene haben
Volkstanz für Familien kann zwei Generationen in derselben Formation zusammenbringen. Drei mögliche Aufstellungen sind Kreis, Gasse und Paar. Im Kreis gehören Erwachsene und Kinder zur gleichen Reihe, bewegen sich gemeinsam und reagieren auf dieselben Richtungswechsel. Du bist dabei ein mitbewegter Platz im Kreis, kein Zuschauer hinter deinem Kind.
In einer Gasse stehen sich zwei Reihen gegenüber. Wenn ein Paar zwischen ihnen hindurchgeht, halten die übrigen Teilnehmenden den Weg frei. Erwachsene können hier ein Gegenüber oder Teil eines durchgehenden Paares sein. Ob Familien zusammenbleiben oder Plätze wechseln, hängt vom angesagten Tanz ab. Eine Paarform wie die Rheinländer-Paarfolge stellt andere Anforderungen an die Zuordnung als ein großer gemeinsamer Kreis.
Die zwei Elternrollen sind deshalb auseinanderzuhalten: Begleiten bedeutet anwesend sein; mittanzen bedeutet einen Platz in der Formation übernehmen. Ein Familienfest kann gemeinsame Runden, Kinderphasen und Erwachsenentänze nacheinander anbieten. Gemeinsam besucht heißt dann nicht durchgehend gemeinsam getanzt. Auch ein Kinderbeitrag wie ein Bändertanz am Bandbaum macht wartende Eltern noch nicht zu Tanzenden.
Eine Altersangabe beschreibt die zugelassene Gruppe, nicht automatisch die Aufstellung: „ab sechs Jahren“ sagt beispielsweise weder, ob Erwachsene gebraucht werden, noch ob jüngere Geschwister mitmachen dürfen. Entscheidend für euren gemeinsamen Tanz ist die ausdrücklich benannte Teilnahmeform.




