Der Funke in den Straßen der New Yorker Bronx
Die Bronx im New York der 1970er Jahre war ein gezeichneter Ort. Wirtschaftlicher Niedergang, verlassene Mietshäuser und soziale Spannungen prägten das Bild. Doch genau in dieser rauen Umgebung entstand eine der einflussreichsten Subkulturen der Welt. Die Geburtsstunde lässt sich an einem konkreten Ereignis festmachen: Am 11. August 1973 veranstaltete ein junger Mann namens Clive Campbell, besser bekannt als DJ Kool Herc, eine legendäre Party in der 1520 Sedgwick Avenue. Er nutzte zwei Plattenspieler, um die rein instrumentalen Passagen von Funk- und Soulplatten, die sogenannten Breaks, endlos aneinanderzureihen. Diese technische Innovation, das Merry-Go-Round-Verfahren, legte das musikalische Fundament für eine völlig neue Form der Bewegung und markiert den Beginn der bronx hip hop geschichte.
Diese neue Art des Auflegens zog Jugendliche an, die sich auf den staubigen Straßen und in den verlassenen Parks der Bronx trafen. Die Musik forderte eine körperliche Antwort. Die Tänzer, die auf diese speziellen Breaks reagierten, wurden als Break-Boys oder Break-Girls bezeichnet, woraus schnell die Begriffe B-Boys und B-Girls entstanden. Die rhythmische Struktur der Musik und die Dynamik der Straße verschmolzen zu einer Einheit, die weit über reinen Zeitvertreib hinausging. Es war der Beginn einer Bewegung, die der Jugend eine Stimme und eine Identität gab, wo sonst Perspektivlosigkeit herrschte.
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