Langsamer bedeutet längere Zeit, nicht andere Schritte
Wenn du Tanzbewegungen langsam lernen möchtest, trennst du die Dauer von der Struktur. Die Zählzeiten liegen weiter auseinander, aber ihre Abstände bleiben im gleichen Verhältnis. Zwei schnelle Schritte innerhalb einer Zählzeit bleiben also enger zusammen als zwei Schritte auf aufeinanderfolgenden Zählzeiten. Gleichmäßig zählen heißt nicht, jeden Fußkontakt gleich lang zu machen.
Ein einfaches Übungsbeispiel: rechts seitwärts mit Gewichtswechsel, links daneben tippen ohne Gewichtswechsel, links seitwärts mit Gewichtswechsel, rechts daneben tippen. Daraus werden beim Verlangsamen weiterhin vier Aktionen. Nach dem ersten Tippen bleibt rechts dein Standbein. Belastest du versehentlich links, fehlt dir der freie Fuß für den folgenden Seitwärtsschritt. Die Fußposition allein zeigt deshalb noch nicht, ob die Folge stimmt.
Reduziere die Größe und entbehrliche Ausschmückungen, nicht die tragenden Aktionen. Eine notwendige Richtungsänderung bleibt erhalten. Sprünge, Schwungfiguren und Balancepositionen lassen sich allerdings nicht beliebig langsam ausführen; diese Anleitung gilt für kurze, bodennahe Kursfolgen. Falls dir die Reihenfolge fehlt, hilft eine kurze Schrittnotiz. Bei Folgen mit Zwischenschritten, etwa einem Line Dance Shuffle, müssen auch die Zwischenzählzeiten erhalten bleiben. Du ersetzt eine solche Folge nicht durch gleichmäßig verteilte Einzelschritte.


