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Paarbildung5 Minuten

Beim Abiball trotz ungerader Anzahl Tanzpartner finden

Av Mary De LucaOppdatert

Kurz gesagt
  • Bei einer ungeraden Teilnehmerzahl können nicht alle gleichzeitig in festen Zweierpaaren tanzen.
  • Freiwillige Rollenwechsel lösen ein Ungleichgewicht zwischen Führen und Folgen, aber keine ungerade Gesamtzahl.
  • Wechselnde Besetzungen oder gemeinsame Gruppenpassagen ermöglichen die Beteiligung aller, ohne jemanden dauerhaft auszuschließen.
  • Eine zusätzliche freiwillige Person macht die Zahl gerade, sofern ihre Teilnahme am Tanzprogramm erlaubt ist.

Als letzte Person ohne Paar dazustehen, kann sich wie eine öffentliche Bewertung anfühlen. Dabei beschreibt die Zahl auf der Teilnehmerliste zunächst nur eine Grenze des gewählten Tanzformats, nicht deinen Platz im Jahrgang.

DefinitionTanzrolle

Tanzrolle bezeichnet die Aufgabe einer Person im Paartanz, etwa Bewegungen anzubieten oder diese aufzunehmen und mitzugestalten. Führen und Folgen sind erlernbare Aufgaben und hängen nicht vom Geschlecht ab.

Die Gesamtzahl und die Rollenbilanz sind zwei Probleme

Wenn beim Abiball ein Tanzpartner fehlt, können zwei unterschiedliche Dinge gemeint sein: Die Gesamtzahl ist ungerade, oder die gewünschten Tanzrollen passen nicht zusammen. Beides führt zu offenen Paarplätzen, hat aber unterschiedliche Ursachen.

Ein Rechenbeispiel: Bei 17 freiwillig Teilnehmenden entstehen höchstens acht gleichzeitig besetzte Zweierpaare. Eine Person bleibt außerhalb dieser Paarbindungen, unabhängig davon, welche Geschlechter die Beteiligten haben. Auch durch einen Rollenwechsel wird aus 17 keine gerade Zahl.

Bei 18 Personen ist die Gesamtzahl dagegen passend. Möchten zwölf führen und sechs folgen, fehlen für eine durchgängige Besetzung trotzdem passende Gegenrollen. Freiwillige Rollenwechsel können hier helfen. Die Zahlen sind Beispiele, keine Aussage über euren Jahrgang.

Darum sagt die Feststellung „Beim Abiball sind mehr Mädchen als Jungen dabei“ noch nichts über die möglichen Tanzpaare aus. Entscheidend ist, welche Rolle du übernehmen möchtest und welche du für den Auftritt beherrschst. Was diese Angaben bedeuten, erklärt die Seite zur Angabe von Leader oder Follower. Geschlechter zu zählen ersetzt keine Rollenbilanz.

Ein schönes Paar tanzt dynamisch Gesellschaftstanz in einem Innenraum
Gleiche Probenzeit hilft allen Beteiligten, sich auch ohne durchgehend feste Paarbesetzung sicher zur Musik zu bewegen.

Drei Besetzungsmodelle öffnen den Auftritt für alle

Bei einer ungeraden Teilnehmerzahl habt ihr drei grundsätzliche Möglichkeiten: Ihr verändert die Zahl, die Paarbindung oder das Tanzformat. Welche davon passt, hängt davon ab, was an eurer Eröffnung erhalten bleiben soll.

Eine zusätzliche freiwillige Person ermöglicht eine gerade Gesamtzahl. Damit können feste Zweierpaare gleichzeitig auftreten, sofern auch die Rollen zusammenpassen. Die Möglichkeit setzt voraus, dass diese Person am schulischen Tanzprogramm teilnehmen darf. Eine bloße Zusage für den Ballbesuch bedeutet das nicht automatisch.

Bei wechselnden Besetzungen bleibt die ungerade Zahl bestehen. Beispielsweise teilen sich drei Personen zeitweise die Mitwirkung an Paarpassagen. Nicht alle tanzen dann gleichzeitig zu zweit, aber niemand ist dauerhaft die Person ohne Aufgabe. Ein solches Modell braucht vorgesehene Anteile für alle Beteiligten und darf nicht auf spontanes Einspringen reduziert werden.

Gemeinsame Gruppenpassagen lösen dagegen die ausschließliche Bindung an Zweierpaare. Alle können gleichzeitig beteiligt sein, ohne dass für jede Bewegung ein Gegenüber nötig ist. Das verändert den Charakter der Eröffnung und verlangt eigenes Bewegungsmaterial. Wie viel Raum solche Teile bekommen, hängt auch mit der Dauer des Abiball-Eröffnungstanzes zusammen. Konkrete Aufstellungen sind eine eigene Gestaltungsaufgabe.

Zahlen richtig deuten

Stimmt

  • 17 Personen brauchen eine Lösung außerhalb fester Zweierpaare
  • Mehr Mädchen können trotzdem passende Tanzrollen ergeben
  • Rollenwechsel bleibt eine freiwillige Entscheidung
  • Eine Dreierbesetzung wechselt oder tanzt eine Gruppenpassage

Mythos

  • Bei 17 Personen reicht es, die Paare anders zu verteilen
  • Mehr Mädchen bedeuten automatisch zu wenige Tanzpartner
  • Die letzte Person muss die fehlende Rolle übernehmen
  • Drei Personen können dieselbe Paarfigur unverändert tanzen

Wer gerade nicht in einer Paarhaltung tanzt, braucht trotzdem einen vorgesehenen Anteil am Auftritt und an der Probe.

udansa-Redaktion

Gleichberechtigte Teilnahme braucht eine echte Aufgabe

„Niemand bleibt übrig“ ist erst dann eingelöst, wenn jede freiwillig teilnehmende Person einen nachvollziehbaren Beitrag zum Auftritt hat. Auf einer Liste zu stehen reicht dafür nicht. Wer während sämtlicher Paarpassagen nur am Rand wartet, bleibt trotz formaler Teilnahme vom eigentlichen Tanzen ausgeschlossen.

Gleichberechtigung muss allerdings nicht heißen, dass alle in jeder Sekunde dasselbe tun. Unterschiedliche Anteile können funktionieren, wenn sie bewusst gestaltet sind und von den Beteiligten freiwillig übernommen werden. Eine sichtbare Einzelpassage kann für dich passend sein; für eine andere Person wäre derselbe Moment unangenehm. Die ungerade Zahl allein ist kein Grund, jemanden öffentlich hervorzuheben.

Auch ein Rollenwechsel verdient diese Freiwilligkeit. Du solltest eine neue Rolle übernehmen, weil du sie lernen möchtest, nicht weil dein Geschlecht oder dein bisher fehlender Paarplatz dich angeblich dafür bestimmt. Für einen Auftritt zählt außerdem, dass du die benötigten Bewegungen in dieser Rolle tatsächlich üben kannst.

Das Besetzungsmodell muss zu den Teilnehmenden passen, nicht umgekehrt. Eine kurze, verständliche Lösung mit sicheren Aufgaben ist tragfähiger als viele Wechsel, die hauptsächlich das Zahlenproblem verbergen. So wird Beteiligung im Tanz sichtbar, statt nur auf dem Papier behauptet.

Zwei faire Formen der Beteiligung

Wechsel

Paarpassagen zeitweise teilen

Die Paarform bleibt, die Besetzung verändert sich

Du tanzt bestimmte Teile mit einer Person und andere mit einer zweiten. Der Gewinn ist die vertraute Bewegung zu zweit; die zusätzliche Lernaufgabe sind die unterschiedlichen Verbindungen und klar vereinbarten Wechsel.

Gruppe

Gemeinsam ohne feste Paarbindung

Die Besetzung bleibt, das Tanzformat verändert sich

Du beteiligst dich mit allen an Teilen ohne Zweierbindung. Der Gewinn ist die gleichzeitige Mitwirkung; die zusätzliche Lernaufgabe ist, Rhythmus und Orientierung auch ohne die direkte Verbindung zu einer anderen Person zu halten.

Häufige Fragen

  1. Nein, ein Rückzug ist keine notwendige Voraussetzung für die Eröffnung. Du kannst freiwillig auf einen Auftritt verzichten, solltest aber nicht wegen der Teilnehmerzahl dazu gedrängt werden. Wenn alle mitmachen möchten, muss das gewählte Besetzungsmodell diesen Wunsch aufnehmen, statt eine Person zum Rückzug zu bewegen.

Abiballkurse für eure Vorbereitung

In einem Abiballkurs kannst du deine gewählte Tanzrolle und das gemeinsame Tanzen für die Eröffnung üben.

Deine Tanzrolle braucht ein Gegenüber

Auf udansa findest du Tanzpartner für die Abiballvorbereitung, mit denen du in deiner gewünschten Rolle üben kannst. Eine gemeinsame Probe gibt euch Gelegenheit, Tempo und Verbindung miteinander kennenzulernen.

Deine Tanzrolle braucht ein Gegenüber