Ausrichtung bezeichnet den Körper, nicht den Blick
Wenn im Langsamen Walzer von Ausrichtung die Rede ist, geht es um die Orientierung des Körpers im Raum. Eine Angabe wie diagonal zur Wand beschreibt beim üblichen Vorwärtsbeginn die Körperfront der führenden Person. Sie bedeutet nicht, dass du den Kopf zur Wand drehen oder auf eine bestimmte Stelle starren sollst. Die Standardhaltung kann den Blick seitlich führen, während der Körper anders ausgerichtet ist.
Ebenso wichtig ist die Perspektive. Stehst du als folgende Person gegenüber, zeigt deine Körperfront in die Gegenrichtung. Wenn die führende Person diagonal zur Wand ausgerichtet ist, weist dein Rücken in diese Richtung. Du bewegst dich beim Beginn rückwärts auf derselben gemeinsamen Linie, nicht vorwärts zum selben Ziel.
Die beiden Körper stehen dabei leicht versetzt, nicht exakt Brust vor Brust. Deshalb ist die gemeinsame Startlinie keine Aufforderung, die Füße unmittelbar voreinander zu platzieren. Richtung, Körperposition und Gewichtsverteilung sind unterschiedliche Angaben. Eine richtige Ausrichtung allein verrät noch nicht, welche Figur ihr vorbereitet. Erst der freie Fuß macht aus der räumlichen Orientierung einen möglichen Beginn. Die Begriffe führend und folgend beschreiben dabei Aufgaben, keine Geschlechter.

