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Bühnenkultur5 Minuten

Wie Noverre: Junge Choreografen in Stuttgart sichtbar wurden

Door Mary De LucaBijgewerkt op

Kurz gesagt
  • Noverre entstand in Stuttgart 1961 aus einer Matinee mit vier Uraufführungen von Ensemblemitgliedern.
  • Die Noverre-Gesellschaft und John Cranko schufen damit einen Rahmen für erste eigene choreografische Arbeiten.
  • Das Stuttgarter Ballett übernahm das Format zur Spielzeit 2018/19 als Noverre: Junge Choreografen.
  • Seine Bedeutung liegt darin, tänzerische Erfahrung als Ausgangspunkt eigener künstlerischer Entscheidungen öffentlich sichtbar zu machen.

Wer auf der Bühne sicher tanzt, hat damit noch keine eigene Choreografie geschaffen. Interessant wird der Moment, in dem vertraute Bewegungen eine persönliche Ordnung bekommen und andere Menschen diese erstmals sehen.

DefinitionChoreografisches Debüt

Ein choreografisches Debüt ist die erste öffentliche Präsentation einer selbst entwickelten Choreografie. Es bezeichnet den Einstieg ins Gestalten von Tanz, nicht den ersten Auftritt als Tänzerin oder Tänzer.

Eine Matinee gab eigenen Entwürfen eine Bühne

Die Geschichte beginnt mit einem Verein von Ballettfreunden: Fritz Höver gründete 1958 die Noverre-Gesellschaft in Stuttgart. Gemeinsam mit John Cranko startete sie 1961 eine Matinee mit vier Uraufführungen von Ensemblemitgliedern. Aus diesem Ausgangspunkt ging das Format der jungen Choreografen hervor. Eine Matinee ist eine Aufführung am Vormittag; entscheidend war hier jedoch, wessen Arbeiten gezeigt wurden.

Ensemblemitglieder erschienen nicht allein als Ausführende vorhandener Stücke, sondern als Urheber eigener Entwürfe. Der Wechsel der Verantwortung machte den Unterschied: Wer choreografiert, wählt Bewegungen aus, ordnet sie und entscheidet über ihren Zusammenhang. Das Publikum begegnet dadurch nicht nur einer tänzerischen Leistung, sondern auch einem gestalterischen Vorschlag.

Nach der Auflösung der Noverre-Gesellschaft 2018 übernahm das Stuttgarter Ballett das Format zur Spielzeit 2018/19 unter dem Titel Noverre: Junge Choreografen. Diese historische Übergabe erklärt den Zusammenhang zwischen Verein und Ballett. Sie bestätigt keinen aktuellen Spielplan. Innerhalb der Tanzveranstaltungen in Stuttgart ist die Idee klar einzuordnen: Hier steht das öffentliche Zeigen eigener Arbeiten im Mittelpunkt, nicht das angeleitete Mittanzen.

Een notitie kan bewegingen vastleggen, maar niet vervangen wat er tussen lichamen in de ruimte ontstaat.
Een notitie kan bewegingen vastleggen, maar niet vervangen wat er tussen lichamen in de ruimte ontstaat.

Tänzerische Erfahrung ist noch keine Choreografie

Beim Begriff junge Choreografen liegt ein Missverständnis nahe: Gemeint ist nicht automatisch ein junges Lebensalter. Der wichtige Bezug ist der Anfang einer choreografischen Entwicklung. Wer lange getanzt hat, kennt Abläufe im Körper, kann musikalische Akzente setzen und auf andere reagieren. Eine eigene Arbeit verlangt zusätzlich Entscheidungen über das Ganze.

Eine Drehung kann zum Beispiel als virtuoser Höhepunkt erscheinen. Sie kann aber auch mehrfach wiederkehren, jedes Mal langsamer werden oder von einer anderen Person übernommen werden. Der Schritt bleibt ähnlich, seine Funktion verändert sich. Choreografie entsteht durch solche Beziehungen, nicht allein durch das Erfinden bisher unbekannter Bewegungen. Auch eine Pause oder ein leer gelassener Teil der Bühne kann den Verlauf prägen.

Deshalb ist choreografisches Können außerdem nicht mit Unterrichtskompetenz gleichzusetzen. Die Qualifikation für Tanzunterricht betrifft das Vermitteln und Begleiten von Lernprozessen; eine Bühnenarbeit setzt Bewegungen für eine öffentliche Wahrnehmung zusammen. Beides kann sich ergänzen, bleibt aber eine andere Aufgabe. Ein Nachwuchsformat macht diesen Rollenwechsel sichtbar, ohne aus jeder erfahrenen Tänzerin oder jedem erfahrenen Tänzer automatisch eine choreografische Persönlichkeit zu machen.

Waaraan je choreografisch werk herkent

So ja

  • Wiederholungen und ihre Veränderungen beobachten
  • Die Anordnung der Körper im Raum mitbetrachten
  • Ausführung und choreografische Idee getrennt benennen
  • Eine erste Arbeit als eigenen Entwurf betrachten

So nicht

  • Nur besonders schwierige Schritte zählen
  • Ausschließlich auf die Person im Vordergrund schauen
  • Saubere Technik automatisch für eine starke Idee halten
  • Ein Debüt nur an späteren Erfolgen messen

Eine choreografische Idee zeigt sich auch darin, wann eine Bewegung wiederkehrt und was sich bei ihrer Wiederholung verändert.

Redaktion für Tanzkultur

Een debuut telt ook zonder latere beroemdheid

In Stuttgart zetten onder anderen John Neumeier, Jiří Kylián en William Forsythe hun eerste choreografische stappen. Zulke namen helpen om te begrijpen hoe belangrijk een kader voor vroeg werk is. Ze kunnen je blik echter ook vernauwen: dan lijkt een debuut alleen nog een opstap naar een later bekende carrière.

Het eerste openbare werk heeft waarde, ongeacht wat erop volgt. Het brengt een idee vanuit de beschermde omgeving van de repetitie naar een situatie waarin onbekenden het kunnen waarnemen. Wat voor de betrokkenen vanzelfsprekend lijkt, kan voor het publiek verrassend, onduidelijk of bijzonder indrukwekkend zijn. Zichtbaarheid betekent daarbij niet automatisch instemming, laat staan een garantie op succes.

Voor jou als toeschouwer is die openheid waardevol. Je hoeft geen toekomstige carrière te voorspellen. Je kunt observeren welke keuzes een werk samenhang geven: hoe begint het, welke beweging keert terug, wanneer verandert de verhouding tussen de lichamen? Een abstract werk heeft daarvoor geen verborgen verhaal nodig dat je moet raden. Choreografie van aanstormend talent biedt een blik op een artistieke positie die zich aan het ontwikkelen is. Dat verklaart de betekenis van het Noverre-idee beter dan een lijst met latere successen.

Hetzelfde podium, een andere verantwoordelijkheid

Tanzen

Eine Idee körperlich ausführen

Interpretation innerhalb einer gesetzten Form

Als Tänzerin oder Tänzer gestaltest du Gewicht, Spannung und Timing einer Bewegung. Auch eine vorgegebene Folge braucht persönliche Entscheidungen, damit sie nicht wie eine bloße Abfolge von Positionen wirkt.

Choreografieren

Die Form selbst entwerfen

Verantwortung für Beziehungen und Verlauf

Als Choreografin oder Choreograf entscheidest du, welche Bewegungen zusammengehören und wie sich die Arbeit entwickelt. Du gestaltest außerdem den Zusammenhang zwischen einzelnen Körpern, Musik, Stille und dem Raum.

Häufige Fragen

  1. Du brauchst kein Ballettvorwissen, um eine choreografische Arbeit wahrzunehmen. Achte auf wiederkehrende Bewegungen, Abstände und Veränderungen im Tempo. Fachwissen kann deine Beobachtung vertiefen, ist aber keine Voraussetzung dafür, Spannung, Nähe oder einen Bruch im Verlauf zu erkennen.

Neue Handschriften gemeinsam sehen

Auf udansa findest du Menschen in Stuttgart, mit denen du Tanzaufführungen besuchen und anschließend über einzelne Stücke sprechen kannst.

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