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Danskultur5 minuter

Folkdans och folklore: från Schuhplattler till Sirtaki

Av Mary De LucaUppdaterad

Kurz gesagt
  • Volkstanz umfasst gemeinschaftlich weitergegebene Tänze, deren Musik, Bewegungen und Anlässe regional unterschiedlich geprägt sind.
  • Folklore umfasst neben Tänzen auch Musik, Erzählungen, Bräuche und andere kulturelle Ausdrucksformen.
  • Schuhplattler und Sirtaki zeigen, dass regionale Prägung und neuere Entstehungsgeschichte nebeneinander Platz haben.
  • Erwachsene und Kinder können über einfache Gruppenformen einsteigen, ohne Tracht oder festen Tanzpartner.

Ein vertrauter Rhythmus kann Menschen zusammenbringen, die sich vorher nie begegnet sind. Beim gemeinsamen Tanzen wird kulturelle Zugehörigkeit sichtbar, aber auch, wie offen eine Tradition für neue Mitwirkende bleibt.

DefinitionFolklore

Folklore betecknar kulturella uttrycksformer som förs vidare och utvecklas vidare inom gemenskaper, till exempel musik, danser, berättelser och traditioner. Dans är en del av detta, inte hela området.

Volkstanz gehört zum Alltag einer Gemeinschaft

Volkstanz ist ein Sammelbegriff, keine einheitliche Technik. Gemeint sind Tänze, die in Gemeinschaften weitergegeben werden und mit ihrer Musik, ihren Festen oder ihrem geselligen Alltag verbunden sind. Eine Hochzeit, ein Dorffest und ein regelmäßiger Tanzabend bieten unterschiedliche Situationen: Mal kennen fast alle die Bewegung, mal trägt eine erfahrene Gruppe den Tanz, während andere zusehen oder dazukommen.

Die soziale Funktion erklärt oft mehr als ein einzelner Schritt. Ein gemeinsamer Kreis macht Zugehörigkeit körperlich erfahrbar. Ein Paartanz ermöglicht Begegnung, eine Vorführung stellt Können und regionale Identität heraus. Dieselbe Tanzform kann je nach Anlass mehrere dieser Funktionen übernehmen.

Wenn du Folklore tanzen möchtest, begegnest du deshalb nicht nur Bewegungen, sondern auch Gewohnheiten: wie eine Gruppe beginnt, welchen Abstand sie hält und wann sie einen Tanz beendet. Diese Regeln können mündlich weitergegeben werden, ohne schriftlich festgelegt zu sein.

Überlieferung bedeutet dabei keine unveränderte Kopie. Menschen wechseln den Wohnort, Musiker verändern ihr Spiel, Gruppen übernehmen neue Fassungen. Ein Tanz kann erkennbar bleiben, obwohl Tempo, Besetzung oder einzelne Bewegungsdetails variieren. Lebendige Praxis braucht Wiedererkennbarkeit, lässt aber auch Veränderungen zu.

Live gespielte Musik lässt Tempo und Tanz aufeinander reagieren, statt nur eine Aufnahme zu begleiten.
Live gespielte Musik lässt Tempo und Tanz aufeinander reagieren, statt nur eine Aufnahme zu begleiten.

Schuhplattler und Sirtaki zeigen die Spannweite

Das Bild von Tracht, Blasmusik und festgelegten Rollen trifft manche Zusammenhänge, beschreibt aber nicht sämtliche Volkstänze. Schuhplattler ist im bayerischen und österreichischen Alpenraum verankert und durch rhythmische Schläge auf Oberschenkel, Schuhe und Körper erkennbar. Welche Fassung getanzt wird und wer mitwirkt, hängt von der jeweiligen Praxis ab. Daraus lässt sich keine allgemeine Regel für Folkloretänze ableiten.

Sirtaki steht für eine andere Geschichte: Er wurde für den Film Alexis Sorbas von 1964 gestaltet, baut auf griechischen Tanzformen auf und verbreitete sich danach weit über Griechenland hinaus. Der Zusammenhang mit Tänzen aus Film und Fernsehen erklärt seine Bekanntheit besser als die Vorstellung einer unverändert uralten Tradition.

Auch musikalisch ist das Feld breit. Gleichmäßig gezählte Takte stehen neben ungleich gegliederten Rhythmen, wie sie in Teilen Südosteuropas vorkommen. Manche Tänze nutzen kleine, bodennahe Bewegungen, andere Sprünge oder deutliche Akzente. Kreistänze sind eine mögliche Gruppenform; offene Reihen, Paare und wechselnde Formationen gehören ebenfalls dazu. Ein Herkunftsland allein verrät dir deshalb weder den Schwierigkeitsgrad noch das Bewegungsgefühl. Dafür ist die konkrete Tanzform entscheidend.

Tradition erkennen, ohne sie festzuschreiben

Stimmt

  • Die konkrete Region und Tanzform benennen
  • Tracht als Teil eines bestimmten Anlasses verstehen
  • Neue Fassungen mit ihrer Herkunft einordnen
  • Kreis, Reihe und Paar als verschiedene Formen erkennen

Myt

  • Tro att alla danser från ett land är likadana
  • Bara räkna dans i folkdräkt som folkdans
  • Tro att varje känd version är flera hundra år gammal
  • Alltid likställa folkdans med ringdans

Wenn eine Gruppe denselben Rhythmus unterschiedlich im Körper trägt, muss das noch lange kein Fehler sein.

Tanzleitung für internationale Folklore

Der Einstieg hängt von der Tanzform und dem Alter ab

Volkstanz für Anfänger kann zugänglich sein, wenn eine kurze Bewegungsfolge wiederkehrt und die Gruppe einen verlässlichen Rhythmus trägt. Du musst dann nicht ständig neue Figuren behalten. Trotzdem ist ein Kreis nicht automatisch einfach: Schnelles Tempo, Richtungswechsel und ungewohnte musikalische Gliederungen können auch bei wenigen Schritten anspruchsvoll werden.

Für Erwachsene bieten regelmäßige Tanzrunden vor allem Kontinuität. Wiederkehrende Melodien und bekannte Mitwirkende erleichtern es, mit der Zeit ein Repertoire aufzubauen. Ein einzelner Workshop vermittelt dagegen einen begrenzten Ausschnitt. Wie sich regelmäßiges Lernen und kompakte Formate unterscheiden, erklärt auch die Orientierung zum Tanzkurs für Erwachsene. Regional ausgerichtete Gruppen und internationale Folklorerunden setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte.

Kinder erschließen sich traditionelle Tänze häufig über klare Wiederholungen, gemeinsame Raumwege und überschaubare musikalische Abschnitte. Ihre Aufmerksamkeit, Körpergröße und Bewegungskoordination unterscheiden sich von denen Erwachsener. Eine verkleinerte Erwachsenenfassung ist deshalb nicht automatisch passend. Gleichzeitig können altersgemischte Formen Begegnungen ermöglichen, wenn niemand zu Tempo oder Körperkontakt gedrängt wird.

Wer Volkstanz lernen möchte, braucht also keine bestimmte Herkunft. Entscheidend ist ein Zugang, bei dem die Bewegungen bewältigbar sind und ihre kulturelle Einordnung mitgetragen wird. Zuschauen, zuhören und mittanzen haben dabei jeweils ihren Platz.

Två sätt att hålla traditionen levande

Bewahren

Eine regionale Form weitergeben

Wiedererkennbarkeit über Generationen

Eine Gruppe pflegt bestimmte Melodien, Bewegungen und Anlässe. Du lernst dabei auch, welche Details vor Ort als wichtig gelten. Wiederholung schafft Vertrautheit und ermöglicht es, dass Menschen unterschiedlichen Alters dieselben Tänze miteinander teilen.

Begegnen

Tänze aus mehreren Regionen kennenlernen

Ein gemeinsames Repertoire aufbauen

Eine internationale Tanzrunde verbindet Tänze unterschiedlicher Herkunft. Du erlebst verschiedene Rhythmen und Gruppenformen, ohne eine einzige regionale Tradition zum Mittelpunkt zu machen. Die Herkunft bleibt benennbar, auch wenn die Teilnehmenden keinen familiären Bezug dazu haben.

Häufige Fragen

  1. Zum Lernen brauchst du normalerweise keine Tracht, sondern bequeme Kleidung und zum Boden passende Schuhe. Tracht kann bei bestimmten Festen oder Auftritten dazugehören. Sie kennzeichnet dann einen regionalen oder gemeinschaftlichen Zusammenhang, ersetzt aber weder Rhythmusgefühl noch das Wissen um den Tanz.

Tradition braucht Menschen, die mittanzen

Auf udansa kannst du Kontakte zum gemeinsamen Tanzen knüpfen. So findest du Menschen, mit denen du regionale Tänze oder internationale Folklore kennenlernen möchtest.

Tradition braucht Menschen, die mittanzen