Der Griff muss halten und Bewegung zulassen
Ein Abanico besteht aus Stäben, die unten durch ein Gelenk verbunden sind. Die beiden äußeren, meist kräftigeren Stäbe heißen Deckstäbe. Dazwischen liegt das gefaltete Fächerblatt. Beim Öffnen drehen sich die Stäbe um denselben Punkt. Drückst du das ganze Bündel fest zusammen, bremst du genau diese Bewegung. Stabilität entsteht am Griff nahe dem Gelenk, nicht durch Quetschen des Fächerblatts.
Für diese Übung bleibt dein Oberarm nah am Körper und der Ellbogen locker. So kannst du beobachten, was Daumen, Finger und Handgelenk tatsächlich tun. Ein großer Armschwung verdeckt einen unsicheren Griff und vergrößert die Reichweite des Fächers unnötig. Die hier beschriebene Öffnung ist eine langsame Grundübung, keine verbindliche Bühnenvariante. Je nach Bauweise gleitet der freie Deckstab leichter in die eine oder andere Richtung. Erzwinge niemals die Gegenrichtung.
Fußarbeit kommt erst hinzu, wenn die Handfolge verlässlich gelingt. Das Prinzip, Arme und Beine zunächst getrennt zu koordinieren, hält deine Aufmerksamkeit bei der neuen Aufgabe. Für die nächste Übungseinheit kannst du die Bewegungsfolge knapp aufschreiben: Notiere besonders, welcher Deckstab fest bleibt und wohin sich der freie bewegt.


