In Hamburg entscheidet mehr als der Zugang zum Raum
Ein Kurs ist nicht schon inklusiv, weil eine Rampe vorhanden ist. Auch der Weg zur Toilette, die Bewegungsfläche zwischen den Teilnehmenden, die Lautstärke und die Art der Anleitung entscheiden darüber, ob du wirklich mitmachen kannst. Hinzu kommt die Haltung der Kursleitung: Werden unterschiedliche Bewegungen als normaler Teil des Unterrichts behandelt oder müssen Teilnehmende ihre Anpassung jedes Mal neu erbitten?
In Hamburg gibt es offene Bewegungsangebote wie All Moves zum Ausprobieren ohne Vorkenntnisse. Das ist eine Einladung an Menschen mit unterschiedlicher Tanzerfahrung, aber keine pauschale Zusage zu baulicher Barrierefreiheit. Prüfe deshalb die Angaben zum einzelnen Termin. Für die Wahl des Rahmens hilft auch ein Blick auf verschiedene Tanzkurs-Formate in Hamburg: Ein offenes Angebot und ein fester Kurs können unterschiedliche Möglichkeiten für Rückfragen und Vertrautheit bieten.
Inklusiver Unterricht muss nicht für alle gleich aussehen. Er schafft Bedingungen, unter denen verschiedene Körper und Wahrnehmungsweisen an derselben gemeinsamen Aktivität teilhaben können.







