Eine Stunde wechselt zwischen Ankommen und Erforschen
Der genaue Ablauf hängt von der Lehrperson und dem Kurs ab. Häufig beginnt die Stunde mit einem Ankommen im Körper: Du mobilisierst Gelenke, spürst den Atem und verlagert dein Gewicht, bevor größere Bewegungen dazukommen. Darauf können technische Übungen folgen, etwa Richtungswechsel, Spiralen, einfache Sprünge oder Übergänge zum Boden. Die Lehrperson vermittelt dabei nicht nur eine Form, sondern lenkt deine Aufmerksamkeit darauf, wie eine Bewegung entsteht.
In einer Improvisationsphase probierst du eine Bewegungsfrage aus. Sie kann sich auf Raum, Tempo, Körperteile oder Kontakt mit dem Boden beziehen. Zum Ende werden manchmal ausgewählte Bewegungen verbunden oder gemeinsam reflektiert. Nicht jede Stunde enthält alle Elemente, und eine Choreografie muss nicht das Ziel sein. In Shanghai zeigt auch das jährlich im Herbst stattfindende China Shanghai International Arts Festival zeitgenössischen Tanz als Bühnenkunst. Das ist ein anderer Rahmen als der Unterricht: Im Kurs geht es darum, Bewegungsentscheidungen selbst zu erleben und zu untersuchen.




