Wie das Trivium-System die Jury-Entscheidung steuert
Wer zum ersten Mal ein professionelles Breaking-Battle verfolgt, sieht oft nur spektakuläre Akrobatik und blitzschnelle Bewegungen. Doch hinter den Kulissen der großen Turniere und Meisterschaften steckt ein hochkomplexes, standardisiertes Bewertungssystem. Um Willkür zu vermeiden und sportliche Fairness mit künstlerischer Freiheit zu verbinden, wurde das sogenannte Trivium-Wertungssystem entwickelt. Dieses System sorgt dafür, dass die Jury-Mitglieder nicht mehr nach reinem Bauchgefühl entscheiden, sondern jede Performance in Echtzeit anhand klar definierter Dimensionen analysieren.
Das System teilt die Leistung der Tänzer in drei gleichwertige Hauptkategorien auf: Physis, Geist und künstlerischer Wert. Jede dieser Säulen wird wiederum in spezifische Kriterien unterteilt, die von der Jury auf speziellen Tablets bewertet werden. Dadurch wird sichergestellt, dass nicht automatisch der B-Boy oder die B-Girl mit den spektakulärsten Power Moves gewinnt, sondern die Person, die das stimmigste Gesamtpaket präsentiert. Ein sauberer 3 Step im Breakdance kann somit in der künstlerischen Bewertung genauso viel wert sein wie ein riskanter Salto.




