Wie der Groove von der Strasse ins Blut ueberging
Bevor es Turntables, Sampler und digital produzierte Beats gab, war Streetdance eine rein physische Reaktion auf handgemachte, schweisstreibende Live-Musik. In den spaeten 1960er und fruehen 1970er Jahren entwickelte sich in den urbanen Zentren der USA eine neue musikalische Dynamik, die auf den Fundamenten von Soul und Funk basierte. Diese Musik war rau, direkt und unaufhaltsam rhythmisch. Sie bildete das Fundament, auf dem die funk und soul hip hop wurzeln ueberhaupt erst wachsen konnten. Ohne die treibenden Basslinien des Funk und die emotionale Tiefe des Soul haette es die rhythmische Initialzuendung fuer die Entstehung des Streetdance nie gegeben.
Die Verschmelzung dieser Stile schuf eine voellig neue Tanzkultur. Waehrend der klassische Soul oft noch von geschmeidigen, fliessenden Bewegungen gepraegt war, forderte der aufkommende Funk eine aggressive, eckige und hochexplosive Physis. Die Taenzer reagierten auf die harten Akzente der Musiker und uebersetzten die synkopierten Rhythmen direkt in Bewegungen, die sich von den klassischen Paartaenzen der damaligen Zeit radikal abhoben. Es war die Geburtsstunde einer Bewegung, die die Strasse eroberte und schliesslich die ganze Welt erfasste.






