Wie die Sonne Kaliforniens den Tanzrhythmus verlangsamte
Der entspannte Groove der Westküste
Während der New Yorker Hip-Hop der frühen Neunzigerjahre auf rohe, aggressive Boom-Bap-Beats setzte, entwickelte sich an der Pazifikküste ein völlig anderer Vibe. Die G-Funk Geschichte und der Tanz sind untrennbar mit dem sonnigen, entspannten Lebensgefühl Kaliforniens verbunden. Dr. Dre prägte diesen Sound maßgeblich, indem er schwere Synthesizer-Melodien mit extrem tiefen, rollenden Bässen und souligen Samples kombinierte. Dieser langsame, treibende G-Funk Beats Rhythmus verlangte von den Tänzern keine hektischen, abgehackten Bewegungen, sondern ein tiefes, fließendes Einsinken in den Beat. Der Dr. Dre Einfluss auf den Tanz zeigt sich in einer Haltung, die Coolness und absolute Kontrolle ausstrahlt. Im direkten Vergleich West Coast vs East Coast Sound wird deutlich, dass der entspannte, sonnige G-Funk eine ganz eigene, erdige Körpersprache hervorbrachte. Wer die Entwicklung von Hip-Hop-Tanzstilen verstehen will, muss diesen musikalischen Meilenstein kennen. Ein Blick auf Von Funk zu Soul: Die musikalischen Wurzeln des Streetdance zeigt zudem, wie stark diese Epoche von den Funk-Klassikern der Siebzigerjahre profitierte.





