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Gemeinsam feiern5 Minuten

Beim Fasching tanzt eine altersgemischte Gruppe gemeinsam

Von Mary De LucaStand

Kurz gesagt
  • Eine altersgemischte Gruppe tanzt beim Fasching dieselbe Basisbewegung mit einer freiwilligen Zusatzaufgabe für mehr Anspruch.
  • Beide Varianten beginnen und enden gleichzeitig, damit alle Kinder im gemeinsamen Ablauf bleiben.
  • Die Zusatzaufgabe steht jedem Kind offen und wird nicht nach Kita- oder Grundschulalter zugeteilt.
  • Du zeigst die Basis weiter, sodass Kinder jederzeit ohne Unterbrechung zur einfacheren Variante zurückkehren können.

Zwischen einem Kind, das aufmerksam nachmacht, und einem Kind, das eigene Ideen ausprobiert, liegen manchmal nur zwei Schritte. Beim gemeinsamen Feiern brauchen beide einen Platz, ohne dass daraus zwei getrennte Tanzgruppen werden.

DefinitionBasisbewegung

Basisbewegung bezeichnet hier den Bewegungsanteil, der in jeder angebotenen Variante erhalten bleibt und den gemeinsamen Ablauf trägt.

Eine gemeinsame Bewegung trägt beide Varianten

Wenn beim Fasching eine altersgemischte Gruppe zusammenkommt, muss nicht jedes Kind dieselben Einzelheiten ausführen. Entscheidend ist, dass du eine Bewegung anbietest, deren Grundform bei allen sichtbar bleibt. Eine Ergänzung verändert dann einen Teil der Aufgabe, nicht den gesamten Tanz.

Ein Beispiel ist sanftes Wippen mit leicht gebeugten Knien. In der Basis bleiben die Hände auf Schulterhöhe, ohne hochgezogene Schultern. Die freiwillige Ergänzung besteht darin, einen Arm nach oben zu strecken und wieder zurückzunehmen, danach den anderen. Das Wippen läuft weiter. Wenn du den Wechsel zur nächsten Bewegung zeigst, sind die Hände bei beiden Varianten wieder auf Schulterhöhe.

Die Zusatzaufgabe bekommt keine zusätzliche Zeit. Wer die Arme ergänzt, bleibt dadurch beim gemeinsamen Wechsel dabei. Wer nur wippt, muss nicht warten, bis andere ihre Aufgabe beendet haben. Anspruch entsteht hier durch das Zusammenspiel von Beinen und Armen, nicht durch höheres Tempo oder größere Schritte.

Eine vollständige Ausgangsfolge findest du beispielsweise beim Fasching-Tanz mit vier gezählten Blöcken. Für die gemischte Gruppe bleibt deren zeitlicher Rahmen bestehen; nur ein Bewegungsanteil bekommt eine wählbare Ergänzung.

Ein gemeinsamer Rhythmus ist auch dann erkennbar, wenn nicht alle Füße gleich weit federn.
Ein gemeinsamer Rhythmus ist auch dann erkennbar, wenn nicht alle Füße gleich weit federn.

Alter erklärt nicht jede Schwierigkeit beim Tanzen

Ein älteres Kind kann gezählte Abläufe kennen und trotzdem Mühe haben, gleichzeitig die Arme anders zu bewegen. Ein jüngeres Kind kann eine Geste sofort aufnehmen, aber beim nächsten Wechsel noch Orientierung brauchen. Alter liefert deshalb keine verlässliche Einteilung für jede einzelne Tanzaufgabe.

Hinzu kommt die Situation beim Fasching: Ein ungewohntes Kostüm verändert das Bewegungsgefühl, laute Musik beansprucht Aufmerksamkeit, und manche Kinder beobachten zunächst lieber. Eine einfache Variante kann an diesem Tag genau passen, obwohl das Kind sonst komplexer tanzt. Daraus lässt sich kein festes Können ableiten.

Mit Ansagen wie „Das machen die Kleinen, das machen die Großen“ wird aus einer Bewegungswahl schnell eine öffentliche Einstufung. Ältere Kinder können sich verpflichtet fühlen, die Ergänzung durchzuhalten. Jüngere bekommen womöglich den Eindruck, sie dürften sie nicht versuchen.

Du kannst beide Möglichkeiten sachlich benennen: „Die Hände bleiben hier. Wer möchte, streckt abwechselnd einen Arm und kommt wieder zurück.“ Die Basis bleibt eine vollständige Aufgabe, keine Warteversion. Würdige deshalb auch einen gut getroffenen gemeinsamen Wechsel oder aufmerksames Nachmachen. So wird nicht ausschließlich die auffälligste Bewegung zum Maßstab für gelungenes Mitmachen.

Woran du eine gemeinsame Aufgabe erkennst

So ja

  • Die Zusatzgeste innerhalb derselben Bewegungszeit ergänzen
  • Beide Möglichkeiten ohne Altersbezeichnung zeigen
  • Den Wechsel zurück zur Basis sichtbar offenlassen
  • Während der Ergänzung die Basis weiter vormachen

So nicht

  • Für die Zusatzgeste einen weiteren Durchgang anhängen
  • Die Varianten als Tanz für Kleine und Große ankündigen
  • Kinder bis zum Liedende auf eine Variante festlegen
  • Nur noch die anspruchsvollere Version vormachen

Eine Zusatzaufgabe passt zur Gruppe, wenn ein Kind sie weglassen kann und trotzdem beim gemeinsamen Abschluss ankommt.

udansa-Redaktion für Kindertanz

Freie Wahl braucht einen verlässlichen Rückweg

Freiwilligkeit wird im Tanz erst praktisch, wenn ein Kind erkennen kann, wie es eine Zusatzaufgabe beendet. Beim Wippen ist das einfach: Die Hand kommt zurück auf Schulterhöhe, die Beine machen unverändert weiter. Es braucht weder einen Platzwechsel noch eine Erklärung vor der Gruppe.

Du hältst diesen Rückweg sichtbar, indem du als anleitende Person regelmäßig die Basis zeigst. Falls eine zweite erwachsene Person mitmacht, kann sie die Ergänzung demonstrieren, während du beim Grundmuster bleibst. Die Kinder sehen dann zwei Möglichkeiten nebeneinander, statt nacheinander zwei unterschiedliche Tänze lernen zu müssen.

Auch eine gemeinsame Formation kann diesen Zusammenhang tragen. Beim Fasching mit einem Kreistanz bleibt die Runde das gemeinsame Bild, selbst wenn einzelne Kinder eine freiwillige Geste ergänzen. Die Ergänzung darf jedoch keinen anderen Weg oder einen verspäteten Abschluss verlangen.

Wenn mehrere Kinder den gemeinsamen Wechsel verpassen, passt die Zusatzaufgabe gerade nicht zur Aufmerksamkeit der Gruppe. Du lässt sie aus und zeigst wieder nur die Basis, ohne einzelne Kinder herauszustellen. Ein gelungener Mitmachtanz für altersgemischte Kinder zeigt sich daran, dass verschiedene Ausführungen zusammenfinden und niemand wegen seiner Wahl aus dem Ablauf fällt.

Zwei Erfahrungen in derselben Bewegung

Wiederholen

Die Basis bewusst beibehalten

Vertraute Bewegung, Aufmerksamkeit für den Takt

Ein Kind wiederholt das Wippen und orientiert sich am sichtbaren Vorbild. Es kann dabei auf den Musikpuls oder das gemeinsame Ende achten. Auch nach mehreren Durchgängen bleibt diese Wahl eine vollständige Teilnahme.

Erweitern

Eine zweite Aufgabe dazunehmen

Vertraute Bewegung, Aufmerksamkeit für die Arme

Ein Kind behält das Wippen bei und ergänzt einen wechselnden Armimpuls. Es erlebt, wie zwei Bewegungen zusammenpassen. Wenn die Aufmerksamkeit nachlässt, kann es die Ergänzung beenden und weiterhin mit der Gruppe tanzen.

Häufige Fragen

  1. Gib ihnen eine zusätzliche Koordinationsaufgabe innerhalb der vorhandenen Bewegung. Beim Wippen können sie etwa die Arme abwechselnd strecken und wieder zurücknehmen. Ein klarer Rückkehrpunkt macht die Aufgabe anspruchsvoller als beliebiges Herumwedeln, ohne den anderen Kindern eine neue Folge aufzuerlegen.

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