Gemeinsam die Technik meistern
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Von Mary De LucaStand
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Die elegante Wellenbewegung im Standardtanz fasziniert Zuschauer und Aktive gleichermaßen. Doch die schwebende Leichtigkeit ist das Ergebnis einer präzisen Arbeit, die tief in den eigenen Fußgelenken ihren Ursprung hat.
Rise and Fall bezeichnet die charakteristische Hebe- und Senkbewegung in den Standard-Schwungtänzen Langsamer Walzer, Wiener Walzer und Quickstep. Sie beschreibt das vertikale Schwingen des Körpers, das durch die Beinarbeit gesteuert wird.
Die charakteristische Wellenbewegung, die den Langsamen Walzer oder den Quickstep so schwebend wirken lässt, entspringt nicht etwa der Hüfte oder dem Oberkörper. Das Geheimnis liegt in den Füßen und Knöcheln. Wer die Rise-and-Fall-Technik im Standardtanz beherrschen möchte, muss lernen, die Bewegung von ganz unten aufzubauen. Das Heben (Rise) beginnt in den Beinen und setzt sich über die Sprunggelenke bis in die Zehenspitzen fort. Das anschließende Senken (Fall) ist kein abruptes Plumpsen, sondern ein kontrolliertes Abrollen, das die Knie sanft abfedert.
Um diese Dynamik zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die physikalischen Grundlagen im Paartanz. Jedes Heben erfordert eine vorherige Kniebeugung, um die nötige Energie für den Aufstieg zu generieren. Viele Paare versuchen, sich durch reine Muskelkraft im Oberkörper nach oben zu ziehen. Das führt jedoch zu einer verkrampften Standardtanz Haltung, die den gemeinsamen Rahmen stört. Die Kraft für das Heben und Senken kommt ausschließlich aus dem Bodenkontakt und der Aktivierung der Waden- und Fußmuskulatur.

Ein häufiges Missverständnis beim Heben und Senken im Walzer ist die Annahme, dass man auf dem höchsten Punkt verharren müsste. In Wahrheit ist das Rise and Fall eine kontinuierliche, fließende Bewegung ohne statische Pausen. Sobald der höchste Punkt auf den Zehenspitzen erreicht ist, beginnt bereits das weiche, kontrollierte Absinken. Dieses Timing ist entscheidend, um den Fluss der Musik perfekt zu spiegeln und dem Paar ein Gefühl der Schwerelosigkeit zu verleihen.
Besonders wichtig ist die Koordination zwischen den Partnern. Da der Herr und die Dame spiegelbildlich agieren, müssen beide die Knöchelstreckung absolut synchron ausführen. Ein asynchrones Heben führt unweigerlich zu Balanceverlusten und stört die Harmonie im Paar. Wer das Standardtänze Schritte-Repertoire elegant tanzen möchte, muss sich darauf verlassen können, dass beide Körper dieselbe vertikale Kurve beschreiben. Das gelingt nur durch feinfühliges Spüren des gemeinsamen Schwerpunkts.
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Wer im Walzer fliegen will, muss zuerst lernen, sich tief in den Boden hineinzubewegen. Die Höhe ist nur das Ergebnis eines guten Abdrucks.
Um die Knöchel optimal für das Rise and Fall zu trainieren, eignen sich einfache Trockenübungen an der Ballettstange oder einer Wand. Das langsame, bewusste Heben auf die Ballen und das anschließende, zentimeterweise Senken der Fersen schult die Tiefenmuskulatur und das Gleichgewicht. Erst wenn diese Bewegung im Solotraining stabil funktioniert, sollte sie im Paartanz angewendet werden. Die Kontrolle über die Fußgelenke schützt zudem vor Verletzungen und sorgt für einen sicheren Stand auf jedem Parkett.
Beim Tanzen selbst hilft die Vorstellung, dass der Körper wie ein elastisches Pendel schwingt. Der tiefste Punkt der Bewegung bereitet den nächsten raumgreifenden Schritt vor, während der höchste Punkt für Leichtigkeit sorgt. Wer diese Mechanik verinnerlicht, wird schnell merken, wie viel müheloser sich die Schwungtänze anfühlen. Die richtige Technik entlastet den Rücken und lässt die Bewegungen auch für die Zuschauer völlig schwerelos und elegant wirken.
Die kontrollierte Streckung nach oben
Beim Aufstieg strecken sich die Fußgelenke kontrolliert, wodurch der Körper elegant nach oben geführt wird. Die Bewegung läuft fließend durch den gesamten Körper bis in die Scheitelkrone.
Das weiche Abfangen des Gewichts
Das Absinken wird durch das weiche Abrollen der Füße und ein elastisches Nachgeben in den Knien abgefedert. Es bereitet den nächsten dynamischen Vorwärtsschritt vor.
In den Tänzen Langsamer Walzer, Wiener Walzer und Quickstep ist die Bewegung unverzichtbar. Sie sorgt dort für den typischen, wellenartigen Charakter der Fortbewegung.
Das Heben beginnt am Ende des ersten Schrittes und erreicht seinen höchsten Punkt auf dem zweiten und dritten Schlag. Das Senken erfolgt am Ende des dritten Schlages, um den neuen Schritt vorzubereiten.
Nein, im Tango gibt es kein Rise and Fall. Dieser Tanz wird auf einer konstanten, leicht abgesenkten Ebene getanzt, um den typisch erdigen und marschartigen Charakter zu bewahren.