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Übungspraxis6 Minuten

Walzer flüssig tanzen: Die Pause nach der Drei lösen

Von Mary De LucaStand

Kurz gesagt
  • Du löst die Taktpause, indem du eine bekannte Walzerfolge über die Taktgrenze hinweg wiederholst.
  • Übe zunächst die Zählzeiten „zwei, drei, eins“, anschließend das versetzte Fenster „drei, eins, zwei“.
  • Zwischen der Drei und der folgenden Eins bleibt der Puls gleichmäßig, ohne zusätzliches Warten.
  • Setze die Übungsfenster danach in mehrere vollständige Takte ein und wiederhole die Folge im Paar.

Ein einzelner Takt kann sicher aussehen, während die ganze Folge abgehackt wirkt. Oft steckt dahinter die Gewohnheit, jede Dreiergruppe wie eine abgeschlossene Aufgabe zu behandeln: geschafft, kurz sammeln, wieder los.

Das brauchst du für die Übung

  • Eine bereits gelernte Walzerfolge über mindestens zwei Takte
  • Die bekannten Gewichtswechsel deiner eigenen Tanzrolle
  • Ein gleichmäßiger Dreierpuls zum Zählen
  • Ausreichend freie Fläche für die gewählte Folge
  • Vertraute Tanzschuhe mit sicherem Halt

Die Taktgrenze wird zur Mitte deiner Übung

Wenn dein Walzer zwischen zwei Takten stockt, kann die Ursache im eingeübten Ablauf liegen: Du erinnerst dich an drei Schritte, beendest diese Gruppe und rufst erst danach die nächste ab. Diese kleine Denkpause wird als Stillstand sichtbar. Das passiert auch dann, wenn du alle Schritte einzeln kennst. Eine bewusste Pause am Ende einer Übung ist dagegen völlig in Ordnung.

Die versetzten Übungsfenster verändern, wo du anfängst und aufhörst. Bei „zwei, drei, eins“ liegt die Taktgrenze innerhalb der Aufgabe. Bei „drei, eins, zwei“ folgt nach der neuen Eins noch ein weiterer Schritt. Du übst dieselben Schritte in derselben Reihenfolge, nur mit anderen Ausschnitten. Aus dem zweiten Schritt eines Taktes wird also nicht plötzlich ein neuer Anfangsschritt der Figur.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Pause und fehlendem Gewichtswechsel: Bleibt das Gewicht nach der Drei auf dem falschen Fuß, braucht der nächste Schritt zunächst die bekannte Belastung. Für einen sichtbaren Restabstand beim Schließen gibt es die separate Übung zum vollständigen Fußschließen im Walzer. Andere Ursachen findest du bei den Übungen gegen typische Walzer-Stolperstellen. Hier bleibt die Aufgabe eng: eine bekannte Taktgrenze ohne unbeabsichtigten Stillstand passieren.

Ein junges Paar tanzt Wiener Walzer.
Ein klar begrenzter Übungsausschnitt macht kleine Verzögerungen hörbar, die in einer langen Folge leicht untergehen.

Die Taktpause in sieben Schritten lösen

  1. Eine feste Taktgrenze auswählen

    Tanze deine bekannte Folge einmal solo und wähle genau den Übergang, an dem du wartest. Behalte für alle Wiederholungen dieselben beiden Takte und dieselbe Tanzrolle bei, damit du nicht gleichzeitig neue Fußwege lernen musst.

  2. Den Puls ohne Schritte sprechen

    Zähle „eins, zwei, drei, eins, zwei, drei“ mit gleichmäßigen Abständen, zunächst nur im Stand. Klopfe jeden Schlag mit einem Finger mit; zwischen Drei und Eins darf kein längerer Abstand entstehen als zwischen den anderen gesprochenen Zahlen.

  3. Mit „zwei, drei, eins“ beginnen

    Stelle dich in die bekannte Position nach der ersten Zählzeit und tanze den Ausschnitt „zwei, drei, eins“. Die letzte Eins gehört bereits zum folgenden Takt; halte erst danach an, richte dich neu ein und wiederhole den Ausschnitt dreimal.

  4. Das Fenster um einen Schlag verschieben

    Beginne jetzt aus der Position nach der Zwei und tanze „drei, eins, zwei“. Nutze dieselbe Taktgrenze wie zuvor, sodass Drei und Eins erneut vorkommen; die folgende Zwei zeigt dir, ob du nach dem Übergang tatsächlich weitergehst.

  5. Beide Ausschnitte zu Takten erweitern

    Tanze nun zwei vollständige Takte, also „eins, zwei, drei, eins, zwei, drei“. Verlängere bei gleichmäßigem Puls auf vier Takte deiner bekannten Folge; gelingt nur der kurze Ausschnitt, wiederhole ihn nochmals, statt die längere Folge schneller durchzutanzen.

  6. Die Wiederholung ins Paar übertragen

    Tanze mit deinem Gegenüber dieselben zwei Takte, zunächst mit gemeinsam gesprochenen Zahlen. Werdet ihr nur im Paar langsamer, wiederholt zusammen das kurze Fenster „zwei, drei, eins“ und danach „drei, eins, zwei“, ohne einen zusätzlichen Vorbereitungsschritt einzubauen.

  7. Mit Musik und ohne Ansage wiederholen

    Tanze die gewählte Folge zu vertrauter Walzermusik, deren Puls du sicher hörst. Sprich anfangs mit und lass die Stimme anschließend weg; gelungen ist der Versuch, wenn die erste Zählzeit des Folgetaktes ohne Warten oder hektisches Nachholen erreicht wird.

So bleibt der Übergang im richtigen Puls

So ja

  • Zwischen allen gesprochenen Zahlen denselben Abstand lassen
  • Den nächsten Schritt auf seiner Zählzeit setzen
  • Nach dem Übungsfenster bewusst stoppen und neu aufstellen
  • Für den Vergleich dieselbe Folge und Tanzrolle beibehalten

So nicht

  • Nach der Drei eine zusätzliche Sprechpause einbauen
  • Die nächste Eins vorziehen, damit es flüssiger aussieht
  • Beim Zurückstellen ungezählte Schritte weiterlaufen lassen
  • Bei jedem Versuch Folge oder Tanzrolle wechseln

Deine Übung zum Abhaken

Vor dem ersten Durchgang

Auswahl

Nach den kurzen Fenstern

Wiederholung

Zum Abschluss

Übertragung

Häufige Fragen

  1. Nein, du verwendest ausschließlich Schritte aus einer bereits gelernten Folge. Die kurzen Fenster sind keine neuen Figuren und verändern auch nicht deren Reihenfolge. Wenn du beim Start nach der Eins oder Zwei den nächsten Fuß nicht kennst, festige zuerst diese bekannte Schrittfolge, bevor du den Übergang isolierst.

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Für die Wiederholung ein Gegenüber

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